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Kultur Bei Bass und Cello keine Sorgen
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18:40 15.01.2018
Constantin Heise, neuer Solocellist der Jungen Philharmonie Brandenburg.
Constantin Heise, neuer Solocellist der Jungen Philharmonie Brandenburg. Quelle: Musikrat
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Potsdam

34 Schulen in Brandenburg haben keinen Musiklehrer – das kann dem Landesmusikrat nicht gefallen. Dieser Missstand lässt sich durch den Rat nicht beheben, er hat nur beratende Funktion für die Landesregierung, die hier Weichen stellen müsste. Der Musikrat aber regelt Themen, die in seiner Kompetenz liegen: Als er einen Mangel an jungen Kontrabassisten erkannte, gründete er die Initiative „Bassini“ und „Mini-Bassini“, um dem Nachwuchs dieses große, markante Instrument schmackhaft zu machen.

Thomas Schmidt, selbst Bassist im Brandenburgischen Staatsorchester und Mitglied im Präsidium des Musikrates, gibt nun Entwarnung: „An guten bis sehr guten Bassisten wird es in Brandenburgs Zukunft nicht mangeln. Da müssen wir alten uns anstrengen, mitzuhalten.“

Dem Kontrabass verwandt ist das Cello, es ist kleiner, doch zählt zur selben Familie. Mehrere deutsche Landesverbände des Musikrates, darunter der Brandenburger, haben das Violoncello zum „Instrument des Jahres“ gewählt. Seit 2008 wird jährlich je ein Instrument in den Mittelpunkt gerückt. Um das Cello gebührend zu würdigen, wurde Josef Schwab als Schirmherr gewonnen, er war Solocellist an der Komischen Oper in Berlin und arbeitet als Juror im Brandenburger Vorentscheid bei „Jugend musiziert“, wo Constantin Heise aus Frankfurt (Oder) letzthin herausragende Ergebnisse erzielte. Heise, 16 Jahre, ist gerade zum Solocellisten der Jungen Philharmonie Brandenburg ernannt worden.

„Das Niveau in Brandenburg und Berlin ist bei den Cellisten enorm, besser als im Bundesschnitt“, sagt Schwab. Doch er weiß, dass es in Brandenburg keine Musikhochschulen gibt, wo diese Talente gefördert werden könnten. Auch Constantin Heise zog daraus Konsequenzen: Er studiert nun in Weimar, Thüringen.

Von Lars Grote

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