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Kultur Cross-Bild aus dem Museum Barberini darf zurück in die USA
Nachrichten Kultur Cross-Bild aus dem Museum Barberini darf zurück in die USA
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18:37 28.02.2019
Henri-Edmond Cross, „Regatta in Venedig", 1903/4 . Das Bild war bis vor kurzem im Museum Barberini in Potsdam zu sehen. Quelle: Detlev Scheerbarth
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Potsdam

Das in Potsdam wegen Raubkunstverdacht bislang festgehaltene Bild „Regatta in Venedig“ des französischen Neoimpressionisten Henri-Edmond Cross kann zurück in die USA transportiert werden. Das Landgericht Potsdam hat den Antrag auf einstweilige Verfügung des Potsdamer Anwalts Christoph Partsch am Donnerstag abgelehnt. Der hatte beantragt, das Bild, das bis zum 17. Februar in einer Ausstellung in Museum Barberini hing, nicht an die Leihgeber, das Museum of Fine Arts in Houston, zurückzugeben, weil das Bild 1944 während der deutschen Besatzung in Frankreich bei dem Kunstsammler Gaston Lévy entwendet und nie zurückgegeben worden sei. Der Anwalt hatte die Erben Lévys vertreten.

Anwalt gibt Mandat zurück

Das Potsdamer Gericht wies den Antrag als unbegründet zurück, befasste sich aber nicht mit der Frage, wer rechtmäßiger Eigentümer des Bildes ist. Es bestehe keine Gefahr, dass das Bild verschwinde. Die Lévy-Erben könnten sich jederzeit juristisch an die derzeitigen Besitzer des Bildes, das Museum in Houston, wenden. Wie die MAZ erfuhr, hat Anwalt Partsch das Mandat der Lévy-Erben inzwischen zurückgegeben. Wer sie in dem Verfahren weiter vertritt, könne und dürfe er nicht sagen. Ebenso wollte er sich zu den Gründen seines Rückzugs nicht äußern.

Von Mathias Richter

03.03.2019
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