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Kultur Blues-Rock vom Feinsten in Berlin
Nachrichten Kultur Blues-Rock vom Feinsten in Berlin
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20:25 28.06.2019
Beth Hart – Sängerin mit Herz. Quelle: Christie Goodwin
Potsdam

Kraftvoller geht es kaum: Hier Beth Hart mit einer vom Leben gegerbten Stimme für die anderen töten würden. Dort Kenny Wayne Shepherd, der seine Gitarre singen lässt. Gemeinsam dürften beide für einen unvergesslichen Abend in Berlin sorgen.

29. Juni: Beth Hart und Kenny Wayne Shepherd

Nicht, dass Beth Hart mit ihrer Band hinterm Berg halten muss. Denn die Lady hat eine Mordsstimme, mit der sie enorm wandlungsfähig ohne jegliche Anstrengung das mannigfaltige Spektrum von Blues, Soul und Rock auskostet.

Emotionen im Überfluss – wie allein die beiden im vergangenen Jahr veröffentlichten Konzertmitschnitte aus der legendären Royal Albert Hall in London und dem Iridium Jazz Club in New York bezeugen. Diese Frau brennt.

Stark an den Saiten: Kenny Wayne Shepherd. Quelle: Mark Seliger

Kenny Wayne Shepherd nicht minder. Wie der inzwischen 42-jährige Blues-Rocker samt Band auf seinem ganz frischen Album „The Traveler“ die sechs Saiten zwischen Tour de Force und entspannteren Stücken glühen lässt, da bleibt definitiv kein Wunsch offen.

Daher hat Beth Hart sich den Mann, der aus Louisiana kommt, zum besonderen Gast ihrer Tour erkoren.

Die Welt braucht mehr Seele

Die Welt braucht Spezialisten. Sie braucht Visionäre. Sie braucht Organisten. Reden wir also über Adam Scone. Er ist einer der jüngeren Musikanten, die sich alles abverlangen, wenn sie die Tasten der Hammond B3 liebkosen. Und dem Zuhörer Zugang zu einem neuen Klanguniversum gewähren. Zwischen funky und fauchend, zwischen lyrischen Passagen und überbordenden Expressivität ist von Scone und Mitspielern alles zu haben. Dass er sich neben Spitzen-Bläsern und Rhythmus-Experten noch umwerfVokalisten wie Jason Joshua und John Dokes macht alles zur Herzenssache. Und damit noch überzeugender.

Scone Cash Players: As The Screw Turns. Flamingo Records/Groove Attack/The Orchard.

Nur zwei Namen: Eric Burton und Adrian Quesada. Nie gehört? Sollten Sie aber! Denn als Black Pumas zeichnen der Neuling und der Grammy-dekorierte Gitarrist für eines der sagenhaften Debüts des Jahres verantwortlich.

Burton als famoser Sänger wickelt ganz sicher die Ladys um den kleinen Finger. Ein Soul-Man von Klasse. Funk und Hip-Hop sind nicht weit. Mit großem Geschmack angerichtet. Für jede Sommerparty uneingeschränkt empfehlenswert.

The Black Pumas. ATO Records/Pias/Rough Trade.

Der kann wie gesagt mit einer wilden Horde fescher Bläsern echt auf die Tube drücken oder aber ein völlig entspanntes Southern-Rock-Feeling in die Songs legen. Dass er – dem Süden verpflichtet – darüber hinaus den Soul pflegt, versteht sich wohl von allein.

Das Konzert: Beth Hart und Kenny Wayne Shepherd spielen am Sonnabend, dem 29. Juni, um 20 Uhr in der Verti Music Hall in Berlin-Friedrichshain.

Von Ralf Thürsam

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