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Kultur Brandenburger „Rohkunstbau“ fällt 2019 aus
Nachrichten Kultur Brandenburger „Rohkunstbau“ fällt 2019 aus
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16:55 27.06.2019
Im Schloss Lieberose fand in den vergangenen zwei Jahren die Ausstellung „Rohkunstbau“ statt. Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald
Potsdam

Die internationale Brandenburger Ausstellung „Rohkunstbau“ findet in diesem Jahr nicht statt. Ausgerechnet die 25. Auflage der renommierten Schau, die sich mit zeitgenössischer Kunst einen Namen machte, scheitert an einer ungeklärten Finanzierung. Kern des Problems ist der Rückzug der Brandenburger Heinrich-Böll-Stiftung, die sich seit 2010 beim „Rohkunstbau“ engagierte.

Nach einem Wechsel in der Geschäftsführung hat die Grünen-nahe Stiftung beschlossen, sich von „Rohkunstbau“ zu trennen, wie Janny Armbruster, Sprecherin des Stiftungsvorstands, erklärte. „Wir wollen uns künftig mehr um politische Bildung kümmern, hier liegt der Kern unserer Arbeit.“

Der Beschluss, sich von der Ausstellung zu verabschieden, sei bereits im November des vergangenen Jahres gefallen, man habe die Macher von Rohkunstbau darüber informiert. Durch den Abschied der Böll-Stiftung wiederum ist auch ein Förderantrag bei der Kulturstiftung des Bundes zurückgezogen worden, der „Rohkunstbau“ zugute gekommen wäre.

Ein neues Fundament wird gesucht

Vorsitzender des „Vereins der Freunde des „Rohkunstbaus“ ist seit dessen Gründung der Kunstexperte und Augenarzt Arvid Boellert mit Sitz in Stahnsdorf (Potdam-Mittelmark). Er wollte sich auf Nachfrage nicht zur beendeten Zusammenarbeit mit der Böll-Stiftung äußern, sondern möchte nach vorne schauen: „Wir bedauern zutiefst, dass die Ausstellung zum 25. Jubiläum nicht wie geplant in diesem Sommer stattfinden kann. Umso stärker bemühen wir uns, Rohkunstbau als lebendiges Kulturfestival für die Zukunft auf ein sicheres Fundament zu stellen.“

In den vergangenen zwei Jahren fand die Schau im Schloss Lieberose statt, der Landkreis Dahme-Spreewald lockte mit finanziellen Anreizen. Auch das Kulturministerium förderte den Rohkunstbau 2018 mit 20000 Euro – und wäre nach Angaben von Ministeriumssprecher Stephan Breiding auch weiterhin dazu bereit.

Der renommierte Maler Norbert Bisky hatte für dieses Jahr bereits zugesagt und kommentiert: „Ausgerechnet jetzt einen der wenigen unabhängigen, international beachteten Kunstorte im Osten Deutschlands auszutrocknen, ist ein trauriger Skandal.“ Boellert ergänzt: „Alle haben Angst vor der Landtagswahl, weil die Leute unzufrieden sind – ,Rohkunstbau’ hilft, die Menschen mit ihrer Heimat zu versöhnen.“

Von Lars Grote

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