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Kultur Trio von verschwenderischer Tatkraft
Nachrichten Kultur Trio von verschwenderischer Tatkraft
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19:11 18.04.2019
Schreddern falls nötig und immer gut für überraschende Wendungen: Ape Shifter. Quelle: Bernd Kuhn
Potsdam

Gebt diesem Kerl Strom und so ein Ding mit sechs Saiten! Jeff Aug macht was draus. Ob als Begleiter – 15 Jahr für Anne Clarke. Oder wie bei Ape Shifter, das Trio, das der im Alpenvorland lebende Amerikaner gründete. Instrumentaler Wahnsinn, den Aug, Florina Walter am Bass und Kurty Münch am Schlagzeug da auf Album „II“ verbreiten. Fett heranwalzende Riffs, monströse Grooves und immer wieder Feuerwerk von den Gitarrensaiten. Das Gute daran ist das Gute darin! Denn Aug, immer offen für Einflüsse jeglicher Art, teilte bereits die Bühne mit Leuten, die stilistisch sogar sehr weit auseinanderstehen. Etwa Steve Howe oder Ice T & Bodycount.

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Jede Note weihen Danko Jones dem Rock ‘n‘ Roll. Nie scheut sich das Trio – vor allem – muskulös donnernde Lobpreisungen auf seinen Lebensstil auszubringen. Der Chef spuckt uns diesen Satz vor die Füße: „I’m in a band. And I love it, Yeaah!“ Keine Frage, das sind Verrückte! Verrückt danach, immer wieder auf die Straße zu kommen, die garantiert in den nächsten Rock-Schuppen führt, die Danko Jones, John Calabrese und Rich Knox dann genüsslich abreißen. Die Band aus Toronto marschiert: Hart, groovy, extrem kompakt.

Danko Jones: A Rock Supreme. AFM Records.

Wer ein Stimm-Phänomen wie dieses verpflichtet, der kann jeder Herausforderung trotzen. Genau das haben Steel Prophet, bei denen ja immer mal das Personalkarussell rotiert, aus Los Angeles mit der Verpflichtung von R.D. Liapakis getan. Seine Stimmkraft macht ihn zum perfekten Anführer für die Power Metaller, die mittlerweile eher nach Europa denn nach Amerika klingen. Liapakis krönte bereits Alben von Mystic Prophecy, Devil’s Train, Suicidal Angels, Firewind, Eldritch, Silius, FireForce – an dieser Stelle halten wir mal an. Schließlich geht es um neue Heldentaten. Nichts anderes haben Steel Prophet jetzt geliefert. Eine Großtat.

Steel Prophet: The God Machine. ROAR!/Soulfood.

Was davon bleibt, sind Spuren aus Progressive Rock und knallharten Sounds. Doch Ape Shifter kümmern sich mal gleich gar nicht um Kategorien oder Zuweisungen. Auf hohen Energielevel stürmt das Trio furios voran. Mit viel Rock-Reminiszenzen an die Siebziger. Wah-Wah-Pedale und der ganze schöne Kram, mit dem lustvoll gelärmt werden kann. Also, gebt dem Mann Strom und eine Gitarre!

Das Konzert: Ape Shifter und JUD spielen am Freitag, dem 19. April, um 21.30 Uhr im Supamolly in Berlin-Friedrichshain.

Von Ralf Thürsam

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