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Kultur „Das Dschungelcamp ist nichts für mich"
Nachrichten Kultur „Das Dschungelcamp ist nichts für mich"
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21:00 17.04.2013

. Doch nur wenige wissen, dass Sie schon vor der Castingshow lange als Musiker „on the road“ waren.

Nick Howard: Das stimmt. Ich habe mit sieben Jahren angefangen Gitarre zu spielen. Mit 14 schrieb ich meine ersten Songs. Mein erstes Publikum bestand aus einer Handvoll Menschen. Das ist natürlich kein Vergleich mehr zu heute, gerade nach dem Sieg bei „Voice of Germany“.

Wann trafen Sie die Entscheidung, an der Castingshow teilzunehmen?

Howard: Ich glaube, das war im Juni 2012. Ich hatte die vergangenen acht Jahre zuvor auf Konzerten im Vorprogramm gespielt. Ich wusste, dass es an der Zeit ist, etwas zu ändern. Mit einem Auftritt bei „Voice of Germany“ wollte ich die Leute aufmerksam machen auf mich und meine Musik.

Das hat ja mit dem Sieg geklappt. Wann haben Sie erstmals daran geglaubt, die Show gewinnen zu können?

Howard: Erst in den letzten Minuten im Finale. Mein Ziel war es, die erste Runde zu überstehen. Dann kamen die Battles, dann die Liveshows. Ich hätte nicht gedacht, dass ich überhaupt ins Finale kommen würde, denn in dieser Show waren viele starke und talentierte Künstler vertreten. Und dann stand ich auf der Bühne und hatte so ein Gefühl, das mir sagte ’Ey, du kannst es wirklich schaffen’. Das war einfach unglaublich.

Wie hat sich Ihr Leben nach der Show verändert?

Howard: Mein Leben hat sich schon während der Show verändert. Die Kameras, die vielen Fans, man wurde auf der Straße erkannt, die Tour mit den restlichen Castingteilnehmern vor ausverkauften Rängen. Die Aufnahmen am Album, Autogrammstunden – das war schon einmalig.

Ihr neues Album heißt „Stay who you are“ – also „Bleib’ wie du bist“. Wie schwer ist es jetzt, der Mensch Nick Howard zu bleiben?

Howard: Mir fällt das nicht schwer, ich bin immer ich (lacht). Aber im Ernst: ob ich vor drei oder 3000 Leuten auftrete, ich bin mit derselben Begeisterung dabei. Ich liebe es einfach, Musiker zu sein. Ich brauche den Ruhm und den Erfolg und die Preise nicht. Ich brauche nur meine Gitarre und meine Musik.

Castingshowsieger haben eine begrenzte Halbwertzeit. Haben Sie Angst, wieder in der Versenkung zu verschwinden?

Howard: Die ganze Aufmerksamkeit endet ohnehin mit der letzten Sendung. Danach ebbt alles schnell ab. So lange man im Fernsehen auftritt, ist die Aufmerksamkeit riesig. Danach muss man lernen, sich durchzusetzen. Dabei kommt es auch auf die Qualität des Künstlers an. Die Zuschauer haben in den Shows gesehen, wer ich bin und welche Musik ich mache. Und es scheint ihnen zu gefallen, auch wenn ich nicht mehr im Fernsehen bin. Und das reicht mir vollkommen aus.

Um verblassenden Ruhm aufzufrischen, gehen manche Stars schon mal ins Dschungelcamp. Eine Option für Sie?

Howard: Das Dschungelcamp ist für einige Künstler bestimmt eine coole Sache. Aber für mich ist das nichts. Ich will nur Musik machen.

Wie geht es bei Ihnen weiter?

Howard: Das Album ist erschienen, ich bin auf Deutschland-Tour. Im Sommer stehen einige Festivals auf dem Plan. Man muss sich keine Sorgen machen um mich.

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