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Kultur Das Künstlerhaus wird vor 2020 nicht wieder öffnen
Nachrichten Kultur Das Künstlerhaus wird vor 2020 nicht wieder öffnen
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00:21 21.06.2018
Schloss Wiepersdorf. Quelle: Karen Grunow
Potsdam

„Land bekennt sich zu Schloss Wiepersdorf“, lautete die Überschrift über einem MAZ-Beitrag am vergangenen Samstag. Am Montag verschickten die Stipendiaten des Künstlerhauses aber eine Einladung zu einer Protestveranstaltung. Schriftsteller und Bildende Künstler wollen im Berliner Brecht-Haus am 25. Juni, 20 Uhr, „auf die „unmittelbar bevorstehende Schließung der Künstlerresidenz aufmerksam“ machen. Sie kritisieren „die zögerliche und intransparente Haltung der politisch Verantwortlichen“.

Im Ministerium hält man den Ball flach

Ist das Künstlerhaus nun gerettet oder nicht? So einfach ist das noch nicht zu beantworten. Kulturministerin Martina Münch (SPD) hat es immerhin geschafft, im Finanzausschuss alle im Landtag vertretenen Fraktionen für die Fortführung des Betriebes zu begeistern und einen Finanzierungsbedarf von „bis zu 723 000 Euro jährlich“ angemeldet. Aber in ihrem Ministerium hält man den Ball noch flach. „Den Haushaltsberatungen im Landtag (voraussichtlich im Herbst) kann nicht vorgegriffen werden“, heißt es nach langen Beratungen aus dem Ministerium auf MAZ-Anfrage.

Die Künstler liegen mit ihrem Protest also nicht ganz falsch. Denn ein neues Betreiberkonzert wurde von der Landesregierung bisher nicht vorgelegt. „Das Kulturministerium arbeitet derzeit intensiv daran, dass die bewährte Arbeit des Künstlerhauses und der Stipendienbetrieb nach der notwendigen Sanierung fortgesetzt werden kann“, heißt es. Es gibt noch nicht einmal einen verbindlichen Zeitplan. Pressesprecher Martin Sand sagt nur vage: „2019 wird das Haus zum Abschluss notwendiger Renovierungen und zur inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung des Betriebs unter neuer Trägerschaft geschlossen bleiben. Eine Wiederaufnahme des Betriebes wäre im Jahr 2020 möglich.“

Optimal wäre eine landeseigene Stiftung

Der Finanzausschuss hat die Ampel in der letzten Woche immerhin auf grün gestellt. „Für die Art der Trägerschaft sind unterschiedliche Formen denkbar“, heißt es aus dem Ministerium. Optimal wäre sicher eine landeseigene Stiftung. Einen Trägerverein dürfte das Projekt überfordern. Er müsste bereit sein, hohe Haftungsrisiken einzugehen. Bis die Zukunft des Künstlerhauses in trockenen Tüchern ist, kann man nur auf den unkonventionellen Optimismus etwa von Sven Petke (CDU) bauen, der sinngemäß sagte: Das Kulturministerium wird selber einspringen müssen, wenn bis Ende des Jahres kein Betreiber gefunden wurde.   

 

Von Karim Saab

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