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15:41 04.02.2019
Brandenburgs Wirtschaftsministetr Jörg Steinbach (SPD) und Kirsten Niehuus, die Geschäftsführerin von Medienboard Berlin-Brandenburg. Quelle: dpa-Zentralbild
Potsdam

Auf der Berlinale wird man es wieder sehen: „Berlin-Brandenburg ist Filmstandort Nummer Eins“, sagt Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD). Und freut sich vor allem, dass im Filmland Brandenburg im vergangenen Jahr an 70 Orten Filme gedreht wurden. „Davon profitiert das ganze Land“, so Steinbach.

3373 Filmprojekte in den vergangenen 15 Jahren

Die Region hat sich in der Tat in den vergangenen Jahren cinematografisch schwer gemausert. Seit der Gründung der Filmförderanstalt Medienboard Berlin-Brandenburg von 15 Jahren wurden von der Einrichtung 374 Millionen Euro ausgereicht und damit 3373 Filmprojekte realisiert worden, wie Geschäftsführerin Kerstin Niehuus am Montag in Berlin im Vorfeld der am Donnerstag beginnenden Berlinale sagte. Dadurch wurden nach Angaben von Medienboard in der Region Investitionen von 1,6 Milliarden Euro ausgelöst. Das heißt, jeder Euro Filmförderung kommt der Region Berlin und Brandenburg mit rund vier Euro zugute.

Es herrscht Vollbeschäftigung

Allein im vergangenen Jahr hat Medienboard 38,8 Millionen Euro in die Hand genommen. Und die Filmbranche boomt. Die rund 70 000 auf das Filmgeschäft spezialisierten Fachkräfte in der Region sind fast komplett ausgebucht. Es herrsche im wahrsten Sinne des Wortes Vollbeschäftigung, sagt Niehuus.

Babelsberg ist eine Marke wie Hollywood geworden

Es sei zum Teil richtig schwierig, Leute für eine Produktion zu bekommen, bestätigt der Vorstandsvorsitzende der Studio Babelsberg AG, Carl L. Woebcken. Der Arbeitsmarkt sei leergefegt. Der Studio-Chef freut sich dass neben Berlin mittlerweile auch Brandenburg zu einer Marke im internationalen Filmgeschäft geworden sei. Früher sei man in den USA als Berliner angesehen worden. Heute sei Babelsberg ein Label – ähnlich wie Hollywood. Stolz ist Woebken auf die aktuelle Oscar-Nominierung für den in Babelsberg koproduzierten Animationsfilm „Isle of Dogs“ von Wes Anderson.

Mit drei Filmen im Berlinale-Wettbewerb

Auf der Berlinale ist Studio Babelsberg in diesem Jahr allerdings nicht vertreten. Die Region Berlin-Brandenburg aber schon. In Wettbewerb gleich drei Mal mit Filmen, die von Medienboard gefördert wurden. In Potsdam von Peter Hartwig auch produziert wurde der Film „Systemsprenger“ von Regisseurin Nora Fingscheidt über ein schwer erziehbares Mädchen. Frank Rogowski, der Berlinale-Star vom vergangenen Jahr, spielt in dem Familiendrama um einen verschwundenen 13-Jährigen „Ich war zuhause, aber“ mit. Und in „A Tale of Three Sisters“, eine türkisch, niederländische, deutsche und griechische Produktion erzählt Regisseur Emin Alper vom archaischen Leben in einen anatolische Dorf.

Perspektive Deutsches Kino in Indien

Insgesamt sind in diesem Jahr 18 von Medienboard mitfinanzierte Filme auf der Berlinale dabei. Dazu zählt zum Beispiel der von der Absolventin der Filmuniversität Babelsberg, Udita Bhargava, vor dem Hintergrund eines Aufstandes in ihrem Heimatland Indien gedrehte Film „Dust“, der in der Reihe „Perspektive Deutsches Kino“ läuft.

Flucht nach Brandenburg

Einziger direkt in Brandenburg spielender Berlinale-Beitrag ist diesmal die Serie „Acht Tage“ von Stefan Ruzowitzky und Michael Krummenacher. Ein Weltuntergangsfilm: Eine Berliner Familie flüchtet vor einem auf Europa zurasenden Asteroiden. Da kann es ja nur noch einen Zufluchtsort geben: Brandenburg.

Von Mathias Richter

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