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Kultur „Die Jungs sind heiß drauf“: So feiern die Puhdys ihren 50. Geburtstag in Rostock
Nachrichten Kultur „Die Jungs sind heiß drauf“: So feiern die Puhdys ihren 50. Geburtstag in Rostock
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08:06 30.10.2019
Die Puhdys waren von 1969 bis 2016 aktiv, hier in ihrer letzten Besetzung. Quelle: Promo
Rostock

Im Frühjahr war das Event noch in der Planung, jetzt stehen die Details fest: „Stamping Feet feiert 50 Jahre Puhdys“ heißt die Veranstaltung, die am 19. November in der Rostocker Stadthalle über die Bühne gehen wird. Eingeladen hat die Band Stamping Feet, in der Schlagzeuger Sven Hertrampf spielt, ein Sohn des Puhdys-Gitarristen Dieter Hertrampf.

Und der wird auf der Bühne stehen, dazu zwei weitere Puhdys-Gründungsmitglieder: Peter Meyer (Keyboards), Gunther Wosylus (Schlagzeug) und Harry Jeske (Bass), ergänzt um Peter Rasym (Bass). Bemerkenswert ist das Auftreten von Gunther Wosylus, der erste Puhdys-Schlagzeuger war von 1969 bis 1979 in der Band und wurde von Klaus Scharfschwerdt abgelöst. Letzterer wird am 19. November allerdings nicht dabei sein, ebenso Dieter Birr, der ehemalige Sänger und Gitarrist der Puhdys.

Dieter Birr und Klaus Scharfschwert sind nicht mit dabei

Darum ist dieses auch kein offizielles Puhdys-Konzert, die Bandmitglieder sind auf Einladung von Stamping Feet dabei. Und der Anlass ist klar: Im November 2019 jährt sich der Bandgeburtstag der Puhdys zum 50. Mal, eine offizielle Feier gibt es aber nicht.

Ostrock-Legende

Die Puhdys waren eine deutsche Rockband, gegründet wurde sie 1969. Die Puhdys zählen zu den bekanntesten Bands der DDR, ihre LPs erreichten Millionenauflagen. Zu ihren bekanntesten Titeln gehören: „Geh zu ihr“, „Ikarus“ oder „Wenn ein Mensch lebt“. 2016 gab die Band in Berlin ihr letztes Konzert. Die letzte Puhdys-Besetzung bestand aus Dieter Birr (Gesang, Gitarre), Peter Meyer (Keyboards), Dieter Hertrampf (Gesang, Gitarre), Peter Rasym (Bass) und Klaus Scharfschwerdt (Schlagzeug).

Die Puhdys wurden 1969 gegründet und hatten sich 2016 aufgelöst. Eigentlich ist dieses Kapitel abgeschlossen; das kommende Konzert soll keine Puhdys-Wiedervereinigung darstellen.

Ein genau abgestimmtes Konzertprogramm

Das Rostocker Konzert ist eine bislang einmalige Sache, lange wurde am Konzept gefeilt. Am 19. November wird es in der Clubbühne der Stadthalle sogar zwei Bühnen geben. Eine, auf der die Talkrunden stattfinden, eine weitere, auf der gespielt wird.

DDR-Musikexport: die Puhdys in den Siebzigern Quelle: OZ-Archiv

Kein offizielles Puhdys-Konzert!

Am Ende kommen die Musiker zu einem gemeinsamen musikalischen Finale zusammen. Das Besondere ist auch, dass bei dieser Gelegenheit zwei Ex-Puhdys auf der Bühne stehen, die noch nie zusammengespielt haben. „Schlagzeuger Gunther Wosylus hat die Puhdys 1979 verlassen und Bassist Peter Rasym ist erst 1997 eingestiegen“, erklärt Kleinschmidt. „Die beiden kennen sich zwar, aber zusammen gespielt haben sie noch nicht.“

So werden die Gäste des Abends personelle Puhdys-Varianten erleben, die es so noch nicht gegeben hat. Bassist Harry Jeske wird wegen seines schlechten Gesundheitszustandes allerdings nicht auf der Bühne stehen. Schließlich sollen auch Überraschungsgäste die Veranstaltung abrunden, die Namen hält Organisator Jens Kleinschmidt noch unter Verschluss. Nach dem Auftritt haben die Gäste auch die Möglichkeit, sich Autogramme geben zu lassen. Mit einer After-Show-Party soll der Abend enden.

Besucher können per SMS Fragen stellen

Ein paar organisatorische Besonderheiten haben sich die Veranstalter auch ausgedacht. „Während der Veranstaltung können uns zum Beispiel die Zuschauer im Saal ihre Fragen per SMS schicken“, sagt Jens Kleinschmidt. „Daraus treffen wir dann eine Auswahl und können die Fragen an die Musiker auf der Bühne stellen.“

Die beteiligten Musiker, es werden an dem Abend rund 15 sein, machen sich derzeit fit für den Abend. „In der vergangenen Woche fand in Berlin eine Probe statt“, sagt Organisator Jens Kleinschmidt, der schätzt, dass die Veranstaltung in Rostock bis zu vier Stunden dauern könnte. Hinterher wird es natürlich die Möglichkeit geben, dass sich die Gäste Autogramme von den Musikern holen.

Möglicherweise gibt es noch weitere Konzerte

Wenn alles gut läuft, werden die verbliebenen Puhdys noch einmal an ihre Wurzeln zurückkehren. Denn es ist der Wunsch entstanden, dass sie noch einmal im sächsischen Freiberg spielen, wo sie im November 1969 im dortigen „Tivoli“ ihr Debütkonzert gaben. Interesse haben die Musiker auch an einem Auftritt in der Hamburger „Fabrik“, wo die Puhdys 1976 ihr erstes Konzert im Westen spielten.

Der Organisator freut sich erst mal auf den Auftritt in Rostock. „Die Jungs sind heiß drauf“, sagt Jens Kleinschmidt.

Tickets auch unter Tel. 03 81/38 30 30 17 und in allen OZ-Service-Centern.

Von Thorsten Czarkowski

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