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19:52 21.11.2019
Star aus Mali: Fatoumata Diawara. Quelle: Aida Muluneh
Potsdam

Was ich noch zu sagen hätte – so könnte man „Fenfo“ übersetzen. Den Albumtitel von Fatoumata Diawara. Die 37-jährige Sängerin und Schauspielerin, als Kind malischer Eltern aufgewachsen in der benachbarten Elfenbeinküste, knüpft ein enges Band zwischen Westafrika und Europa.

Noch mehr mutige Frauen

Wo fühlt sich Marie Spaemann zu Hause?Noch dem Hören weiß man mehr. Viel mehr – über die Orte im Jazz, Pop oder in der Klassik. Über wundervolle Schnittmengen der Genres. Über Grenzüberschreitungen. Über Gaps – den Mut zur Lücke. Denn die Cellistin forscht auf ihrem Instrument mal in diese, mal in jene Richtung. Macht es zum Klangkörper. Weiß um die perkussive rhythmische Qualität – Cello-Rap. Irgendwie. Und fügt noch ihre berückende Stimme, gern zum Chor vervielfältigt, hinzu. Ihre melancholische Deutung des „Love Songs“ von The Cure macht einfach nur glücklich. Was für ein Seele. Was für ein Debüt.

Marie Spaemann: Gap. Anthropoet/Believe Music.

Rot, Grün und Blau – mehr braucht es nicht, um die Welt nicht unbedingt in den schillerndsten, mindestens aber in mannigfaltigen Farben zu schildern. Drei Farben für ein sehr aufgeschlossenes Trio: Luise Volkmann, Athina Kontou und Max Santner. Saxofon, Bass und Schlagzeug. Deutschland, Griechenland, Österreich. Und doch nur Stationen. Im forschend ausgreifenden Jazz eine Trinität aus Mut, Entdeckerfreude und Erzählbegabung. Aufreibend.

Luise Volkmann:Autocrom RGB. Nwog/Edel.

Ohne modischen Schnickschnack finden elektrische Gitarren. Cello und Keyboards wie von allein den Weg zu traditionellen Klangerzeugern wie der Kora, einer Stegharfe, die gezupft wird, oder zur Ngoni, einer Laute mit langem Hals. Ein mutiges wie organisches Miteinander, in dem Fatoumata trotz aller Modernität nicht ihre Herkunft vergisst.

Diese Verbundenheit ist es auch, weshalb sie viele Stücke in Bambara, einer Mande-Sprache, vorträgt. Und dies mit viel Gefühl und einer stimmlichen Wandlungsfähigkeit, die zwischen versonnen und fröhlich, aufgeschlossen und zurückhaltend, nachdenklich und munter pendelt.

Das Konzert: Fatoumata Diawara singt am Freitag, dem 22. November, um 20 Uhr im Huxleys in Berlin-Neukölln.

Von Ralf Thürsam

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