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Kultur Galanter Jongleur der Genres
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07:29 10.11.2016
Freuen Sie sich auf einen traumhaften Abend, wenn Robert Carl Blank samt Band singt, spielt und irgendwie zaubert.
Freuen Sie sich auf einen traumhaften Abend, wenn Robert Carl Blank samt Band singt, spielt und irgendwie zaubert. Quelle: Promo
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Potsdam

Die Straße war der Lehrer für Robert Carl Blank. Denn viel herumgekommen ist der Sänger und Gitarrist. Bis nach Australien sogar, wohin es ihn nach dem Studium der Politikwissenschaften und Amerikanistik verschlug. Dort lernte er sich vor seinem Publikum zu behaupten. Nicht dass der Musiker tschechischer Abstammung bis dato schon einiges an Erfahrung angehäuft hatte: Als Teenager experimentierte er mit einem Drum-Computer herum, nahm erste Songs auf einem Kassetten-Rekorder auf und stieg immer in Bands ein. Aufgeschlossen für Sounds aller Art.

Blues-Mann hilft ihm auf die Sprünge

In den USA angekommen, wies der Blues-Musiker Carl Weathersby ihm den Weg. „Da du nur ein Leben hast, sieh zu, dass es ein gutes wird.“ Ein Maxime, von der sich Robert Carl Blank fortan tragen ließ - bis hin zu der Entscheidung solistisch unterwegs zu sein. Bis dahin dauerte es zwar, aber er ließ nicht locker und legte eine beachtliche Produktivität an den Tag.

Erinnert sich noch wer an Al Stewart?

Gerade veröffentlichte er sein Album „Fairground Distractions“. Darauf breitet er feine Fähigkeiten als Lied-Autor aus. Wie es aussieht, scheint der Musiker das opulente Spätwerk der Beatles aufgesogen zu haben. Auf jeden Fall steckt eine Menge Pop der Spät-Sechziger in den Stücken. Und auch die eine oder andere schalkhafte Wendung. Kennt noch irgendjemand Al Stewart? Zu den fabelhaften Facetten, die RCB so mühelos abrufen kann, gehören akustische Finessen, die man nicht unbedingt Folk nennen muss. Des Weiteren gibt es manches Lied, das mit Soul und sogar Sitar abgefasst ist. Dann wiederum schlendert ein Walzer vorbei.

Robert Carl Blank. Quelle: Jens Naumann

Manchmal kommt es einem vor, als sei Robert Carl Blank der galante, dabei nachdenkliche Jongleur verschiedener Genres, zu denen auch noch Blues und Chanson hinzugezählt werden können. Er scheint in keiner Richtung festgelegt. Zuhause in New Orleans, Chicago, London, Paris oder Frankfurt/Main. Oder nur kurz zu Besuch in Berlin.

Konzert: Sonnabend, 12. November, um 19 Uhr, im Privatclub, Berlin-Kreuzberg.

Von Ralf Thürsam

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