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Kultur Gruft geschlossen – Hohenzollern bekommen eine Klimaanlage
Nachrichten Kultur Gruft geschlossen – Hohenzollern bekommen eine Klimaanlage
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13:52 13.02.2020
Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom wird aufwändig saniert. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Berlin

Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom bleibt ab dem 1. März bis voraussichtlich Frühjahr 2023 für Besucher geschlossen. Grund sind umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Umfang von 17,3 Millionen Euro, wie der Vorsitzende des Domkirchenkollegiums, Stephan Harmening, am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Ziel sei es, die Gruft mit ihren mehr als 90 Grabmälern und Särgen zu einem würdevollen Ort der Totenruhe und bedeutenden Erinnerungsort der deutschen Geschichte umzugestalten. Die Hohenzollerngruft gilt als wichtigste dynastische Grablege Deutschlands.

Von den Kosten trägt die Domgemeinde zehn Prozent, den Rest teilen sich Bund und Land. Zudem fördert die Cornelsen Kulturstiftung mit 200.000 Euro unter anderem einen neuen Informationsort. In diesem, der Gruft vorgelagerten Raum sollen die Besucher über den Ort und die Geschichte der Hohenzollern aufgeklärt werden. Dazu ist unter anderem ein interaktives Modell der Gruft geplant.

In der Hohenzollerngruft liegen die Särge der gleichnamigen Adelsfamilie. Quelle: Christophe Gateau/dpa

Zudem soll erstmals eine Klimaanlage eingebaut sowie die Beleuchtung verbessert werden. Auch eine Neuanordnung der Sarkophage in der historischen Aufstellung eines Gräberfeldes ist vorgesehen. Weiter ist geplant, Dom und Gruft ab 2023 barrierefrei begehbar zu machen. Dazu werden zwei Aufzüge eingebaut. Die sanitären Anlagen sowie Dom-Shop und Café werden vergrößert.

Im Keller unter der Kirche ruhen 90 Angehörige des Hauses Hohenzollern, darunter der erste Preußenkönig Friedrich I. und seine zweite Gattin Sophie-Charlotte. Die Gruft war erstmals im November 1999 für das Publikum geöffnet worden. Jedes Jahr besuchen Dom und Gruft rund 765.000 Menschen, rund 80 Prozent davon kommen aus dem Ausland.

Der Dom wurde zwischen 1894 und 1905 nach Plänen von Julius Raschdorff in Anlehnung an die italienische Hochrenaissance und den Barock errichtet.

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Von MAZonline

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