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Kultur INTERVIEW - „Am Ende kommt weniger Geld raus“
Nachrichten Kultur INTERVIEW - „Am Ende kommt weniger Geld raus“
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12:30 14.02.2013

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Peter Tschmuck: Das waren gleich mehrere Alben von Herrman Leopoldi. Das ist ein österreichischer Sänger, der in der Zwischenkriegszeit populär war. Ich würde ihn als Wiener Liedermacher mit sehr lustigen und ironischen Texten bezeichnen.

Wie haben Sie die Alben gekauft?

Tschmuck: Diese Alben habe ich runtergeladen.

Kaufen Sie sich noch CDs?

Tschmuck: Ich kaufe immer noch CDs, bin allerdings dazu übergegangen zu differenzieren: Klassische Musik kaufe ich noch auf CDs, Popmusik lade ich runter. Wobei ich immer noch zu denen gehöre, die sich das ganze Album runterladen, weil mich alles interessiert.

Sind Sie damit eine Ausnahme?

Tschmuck: Ich sehe einen Wandel vom Album-Kauf zum Single-Kauf. Früher war es ein Bündel, da gab es ein Lied, das hat mir gefallen, deshalb habe ich die ganze Platte gekauft. Jetzt kann ich mir genau das Lied kaufen, das ich will.

Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?

Tschmuck: Da muss man kein Rechenkünstler sein: Wenn ich ein Album zu einem entsprechend hohen Preis kaufe, auf dem Musik drauf ist, die ich womöglich gar nicht will, dann lade ich es eben runter oder streame es sogar kostenlos – da kann am Ende der Pipeline nur weniger Geld rauskommen.

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