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Kultur „Ich war zuhause, aber ...“: Dem Leben zuschauen
Nachrichten Kultur „Ich war zuhause, aber ...“: Dem Leben zuschauen
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19:42 13.08.2019
Rätselt über das Verhalten ihres Sohnes: Astrid (Maren Eggert). Quelle: Foto: Piffl Medien
Hannover

Die Regisseure der sogenannten Berliner Schule gelten nicht gerade als leichtfüßige Unterhaltungskünstler. Besonders die Puristin Angela Schanelec sorgt gern für Irritationen. Filme wie „Marseille“, „Orly“ oder „Der traumhafte Weg“ sind durchaus eine Geduldsprobe. Es gibt keine Handlungs- und Spannungsbögen, Nähe zu den meist brüchigen Figuren ist nicht geplant.

Man muss sich auf die distanziert-kühlen Geschichten einlassen und neugierig bleiben. Dann entdeckt man in diesen Oden an die Langsamkeit versteckte Emotionen, verborgene Sehnsüchte und mit leichter Verzweiflung grundierte Alltäglichkeiten. Was zu absurden, ja manchmal komischen Situationen führt. Das gilt auch für den mit biografischen Bezügen gespickten Filmessay „Ich war zuhause, aber …“, bei der Berlinale ausgezeichnet mit dem Regie-Bären.

Sehen Sie hier den Trailer zu „Ich war zuhause, aber ...“:

Kurz: Nichts Spektakuläres geschieht

Als der 13-jährige Phillip (Jakob Lassalle) verschwindet und nach einer Woche ohne Erklärung wieder auftaucht, reagiert Mutter Astrid (Maren Eggert) hilflos. Der Junge probt, als wäre nichts geschehen, in der Schule Shakespeares „Hamlet“. Sie kauft ein Fahrrad bei einem Mann mit Kehlkopfkrebs, verwickelt auf der Straße einen jungen Regisseur in eine Diskussion über die Wahrheit von Inszenierungen und versucht angestrengt, die Familie mit Sohn und kleiner Tochter ohne ihren verstorbenen Mann zusammenzuhalten.

Kurz: Nichts Spektakuläres geschieht. Szenen und Fragmente bilden ein verrätseltes Puzzle. Dem Leben in seiner Banalität zuzuschauen kann ganz schön schwer sein.

Lesen Sie hier:
Neu im Kino – Diese Kinofilme starten am Donnerstag, 15. August

„Ich war zuhause, aber …“ – Filminfo

Kinostart in Deutschland: 15. August 2019

Regie: Angela Schanelec

Darsteller: Maren Eggert, Jakob Lassalle

Filmlänge: 105 Minuten

Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Von Margret Köhler / RND

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