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Kultur Blues-Karawane stoppt in Berlin
Nachrichten Kultur Blues-Karawane stoppt in Berlin
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19:38 07.02.2020
Haben den Blues Caravan 2020 bestiegen: Jeremiah Johnson, Whitney Shay und Ryan Perry. Quelle: Promo
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Potsdam

Das war eine überaus famose Idee, die Thomas Ruf, der Label-Chef und langjährige Manager von Luther Allison, da in Thüringen ausgeheckt hatte. Heiß gehandelte Newcomer im Blues in Europa auf Tour gehen zu lassen. Und die Karawane zieht immer wieder los – seit 2005

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Ryan Perry nähert sich seinen Zuhörern nicht nur einmal mit einem unerhört flüssigem langen Solo-Lauf auf der E-Gitarre – bis er den Mund öffnet. Und eine ebenso beachtenswerte Singstimme offenbart. Noch ganz jung hielt man bereits große Stücke auf Perry, weil mit seinen Geschwistern in der Band und seinem Können, den Zuhörern fast um den Verstand brachte. Längst erwachsen versteht es der Mann aus Mississippi ganz erwachsen den Sound seiner Songs zu formulieren. Zwar spürt man den Einfluss großer Vorväter. Doch Perry ist sich seiner künstlerischen Mittel bewusst und reizt sie mit Verve aus. Bezieht Funk, Rock und Gospelgesang ein. „High Risk, Low Reward“ den brütend heranwalzenden Titelsong seines gleichnamigen Albums sollte man daher nicht für bare Münze nehmen.

Trio bietet Blues in vielen Spielarten. Quelle: Promo

Eine Dekade in Texas blieb nicht ohne Einfluss auf das Gitarren-Spiel von Jeremiah Johnson. Blues-Rock, in dem er sich austobt und zugleich noch immer genug Platz lässt für andere Einflüsse. Oder auch mal ein Saxofon. Johnson, der Mann aus St. Louis, geht die Sache immer ganz geradlinig an. Ohne Schnörkel. Mit ehrlich erzählten Geschichten aus Amerika.

Für den Glamour-Faktor ist Whitney Shay aus San Diego zuständig. Ein Engel mit feuerrotem Haar ist. Gesegnet mit einer Stimme, die den Puls hochgehen lässt. Dem Rhythm ‘n‘ Blues zutiefst verpflichtet, sorgt die Dame mit ziemlicher Sicherheit dafür, dass Bewegung in die Leute kommt, die vor der Bühne herumlungern. Wenn es darum geht, den Männer Beine zu machen, dann sollte man noch einmal ihr Album „A Woman Rules The World“ auflegen. Umwerfend mit großartigem Groove und viel Gebläse wie Whitney selbst. Jetzt legt sie auch noch nach: „Stand Up!“ heißt ihre neue Scheibe. Whitney ist nicht zu bremsen.

Das Konzert: Die Blues-Karawane mit ist am Sonnabend, dem 8. Februar mit Jeremiah Johnson, Ryan Perry und Whitney Shay um 22.30 Uhr im Quasimode in Berlin-Charlottenburg zu sehen.

Von Ralf Thürsam

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