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10:49 29.10.2019
Brennt für den Blues: Brother Dege. Quelle: Greg Miles
Potsdam

Fleißig auf Tour, hat der Dobro-Spezialist und Musikproduzent Brother Dege längst auch in Deutschland treue Anhänger um sich geschart.

29. Oktober: Brother Dege

Einsame Gefährten sind sie – die Vogelscheuche mitten im Feld. Und der bleiche Mond dort droben. Beide geben Brother Dege allerdings viel zu denken und – viel wichtiger – zu singen. Seine Blues-Meditationen greifen weit aus, schweifen umher, streifen den Sinn des Lebens. Denn wer kann schon wissen, was passiert – dort draußen sind wir alle allein. Mit unseren Hoffnungen und Verfehlungen.

Brother Dege gibt hier aber nicht den Prediger. Vielmehr greift er zum Dobro, einem Instrument, das – wäre es nicht längst erfunden – für den Musiker aus Louisiana hätte gebaut werden müssen. Brother Dege kann man sich ohne diese besondere Gitarre mit Blechkorpus und mechanischem Verstärker, dem Resonator, nicht vorstellen.

Ihr entlockt der Mann dermaßen viele Nuancen, dass man erfüchtig staunt. Zugleich gelingt es ihm auf seinem Album „Farmer’s Alamanac“, den einst ländlichen, archaischen Blues aus dem Delta nicht nur zu hüten und zu pflegen. Brother Dege lässt ihn im 21. Jahrhundert zumal flirren, klirren und schweben. Offen für Neues.

2. November: Beth Hart

Unentwegt auf Achse ist sie – Beth Hart. Nur ein paar Monate ist es her, dass die Sängerin aus Los Angeles mit der unverwüstlichen großen Stimme mit Kenny Wayne Shephard, einem Blues-Rocker von Format als besonderem Gast, auf deutschen Bühnen auftrat.

Glüht in ihren Songs: Beth Hart. Quelle: Greg Watermann

Jetzt dreht die 47-Jährige, die einst Cello und Gesang studierte und in den vergangenen Jahren mehrfach gemeinsame Sache mit Saiten-Ass Joe Bonamassa machte, gleich die nächste Runde. Im Tourgepäck steckt ihre jüngste Platte „War In My Mind“.

Dass noch immer viel Aufruhr in ihrem Kopf wütets, kann man sich denken. Zumal Beth Hart etliche Tiefpunkte in ihrem Leben durchleiden und ihre Drogensucht überwinden musste. Sie kam aus dem Tunnel ins Licht. Und doch weiß sie selbst nicht, was demnächst mit ihr geschehen wird. Beth bleibt direkt, angreifbar und kann doch wunderbar klingen am Klavier mit Blues, dem Jazz und dem Groove, mit denen sie die Leute - erwischt.

Die Konzerte:Brother Dege spielt am Dienstag, dem 29. Oktober, um 20 Uhr im Kesselhaus der Huxleys in Berlin-Prenzlauer Berg. Beth Hart gastiert am Sonnabend, dem 2. November, um 20 Uhr im Tempodrom in Berlin-Kreuzberg.

Von Ralf Thürsam

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