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Kultur Folk-Barde John Prine in Berlin
Nachrichten Kultur Folk-Barde John Prine in Berlin
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12:36 13.02.2020
Verehrt von der Country- und Folk-Szene Amerikas: John Prine. Quelle: Promo
Potsdam

Verheißungen – damit wurde John Prine (73) zeitlebens konfrontiert. Ihm dichtete man gern an, der neue Dylan zu sein. Ebendieser Bob aber stahl sich einst in seine Show. Als unvergesslicher Geschichtenerzähler und Gitarrist immer in der Nähe von Country und Folk entwickelte John Prine gleichermaßen ein Gespür für Präzision und Wirkung.

Den Krebs hat er überstanden und stellt nun auf seinem Nachholtermin vom September sein aktuelles Album „The Tree of Forgiveness“ vor. Einen guten Riecher hatte Prine immer wieder, wenn es darum ging, neue Stimmen zu fördern.

Der TAGESTIPP

Unerhört schwelgerisch, verspielt lyrisch bis forsch vorangetrieben sind die neuen Songs, die Current Swell mitbringen. Angesiedelt auf dem weitläufigen Areal von Indie-Pop und Folk-Rock. Bullig bisweilen wie der Buffalo, der das Cover ihres gleichnamigen Albums ziert. Der scheint tierisch gut drauf, denn wer hat jemals schon einen Büffel gesehen, der Flöte spielt? Spielfreude lautet wohl exakt das richtige Stichwort für die Band von der kanadischen Westküste. Die sanftmütigen Jungs spielen am Donnerstag, dem 13. Februar, um 2o Uhr im Blauen Zimmer von Musik & Frieden in Berlin-Kreuzberg.

Current Swell: Buffalo. Young And Able/Popup Media.

Außerdem legte der Künstler vor mehr als 20 Jahren ein Duett-Album vor, das die erste Riege von Sängerinnen versammelte, darunter Emmylou Harris, Iris DeMent oder Lucinda Williams. Weil das so hervorragend klappte, legte Prine 2016 noch einmal nach – mit Kacey Musgrave, Alison Krauss und Susan Tedeschi. Und der Songwriter aus Illinoise wird nur allzu gern von Kollegen gecovert.

Mehr davon

Den Job als Barkeeperin ist sie los. Zum Glück – für uns. Denn Kelsey Waldon kann singen. Sie kennt die Härten des Lebens, die sich in ihren Liedern wiederfinden. Kein Schmus, keinen Firlefanz, keine Zuckerwatte. Die Sängerin aus dem US-Bundesstaat Kentucky kommt als Vertreterin der rauen Country Music daher. Glaubhaft und zugänglich. Ihre aktuelle Platte spielte sie auf dem Label des Songwriters John Prine ein.

Kelsey Waldon: White Noise White Lines. Ob Boy Records/Membran.

Da wir gerade bei Beteuerungen sind: Ian Noe steht ebenfalls auf der Bühne. Der 29-Jährige kommt aus Kentucky. Seine erste Platte „Between The Country“ weist bereits die Reife und dieses Bitter-Süße auf, das wir an den Liedern von Prine seit langem schätzen. Debütant Noe ist ein Versprechen für die Zukunft.

Das Konzert: John Prine und Ian Noe treten am Sonnabend, dem 15. Februar, um 20.30 Uhr im Großen Sendesaal des RBB in Berlin-Charlottenburg auf.

Von Ralf Thürsam

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