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Kultur Kadavar entfesseln finsteren Schrecken in Berlin
Nachrichten Kultur Kadavar entfesseln finsteren Schrecken in Berlin
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20:27 29.11.2019
Nicht mehr so brachial und wutgesteuert, aber schleppend und spannungsgeladen: Kadavar. Quelle: Promo
Potsdam

Für alle jene, die den richtigen Biss schätzen: Christoph „Lupus“ Lindemann, Christoph „Tiger“ Bartelt und Simon „Dragon“ Bouteloup kommen wieder über Hauptstadt. Nicht zum ersten und garantiert nicht zum letzten Mal. Die drei Erzmusiker von Kadavar haben längst mehr als nur Achtungszeichen in jener Szene gesetzt, die sich der Hege und Pflege der guten, etwas älteren Rockmusik mit Hingabe widmet. An ihrem Namen sollt ihr sie erkennen. Denn sie heißen: Seventies Rock, Psychedelic Rock, Doom und Stoner.

Kadavar legten jüngst ihre fünfte Langrille vor. Auf „For The Travel Fast“ lassen sie Wut und Berserkertum fahren. Stattdessen entfalten sie einen allmählich wachsenden wuchtigen Schrecken. Der schleicht herum, nimmt sich Zeit und enthüllt dann sein abstoßendes Gesicht. Spannend inszenierter Nervenkitzel. So etwas kann nur passieren, wenn Filme wie „Nosferatu“ in die Dauerschleife laufen, Bandfotos vor Fürst Draculas Schloss Bran getätigt werden und man dem Kopf erlaubt, rumänische Folklore samt ihrem Aberglauben tief ins Gehirn sickern zu lassen. Eine durch und durch atmosphärische Angelegenheit.

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Zakk Wylde sekundierte Ozzy Osbourne trefflich an den Saiten.Oder machte mit der Black Label Society sein Ding. Zur Geschichte gehört ein heftiges Quantum Südstaaten-Rock mit Mundharmonika und Banjo, den Wylde bei seinem Nebenprojekt Pride & Glory auslebte. Mit Merkmalen, die bis heute in den akustisch dominierten Nummern der Society überdauern. Wie wild sich das anhörte, beweist diese Wiederveröffentlichung plus Extras.

Pride & Glory:Anniversary Edition. eOne/SPV.

Die hat wieder mal der Teufel geritten.Mayhem berichten von falschen Königen und bringen sie mit einem Sturmritt zu Fall. Böses Blut bekämpfen die Norweger seit 35 Jahren mit Gebrüll und Lärmattacken. Würmer und Ruinen sind die Orte für weitere Gemetzel, die von den etablierten, stets ihre Grenzen auslotenden Vertretern des Genres unerbittlich geschlagen werden. Black Metal - extraschwarz, tosend und unheilbar.

Mayhem:Daemon. Century Media Records/Sony.

Weil Kadavar ihre Anhänger – ähem – zum Fressen gernhaben, ließen sie sich für die schöne Ausgabe ihres Albums nicht lumpen. Neben den neuen Songs – neun an der Zahl – spendiert das Trio noch eine Blue-Ray samt Live-Mittschnitt aus dem Heimathafen Berlin.

Das Konzert: Kadavar spielen am Sonnabend, dem 30. November, um 20 Uhr im der Columbiahalle in Berlin-Tempelhof. Mit Hällas & Pabst.

Von Ralf Thürsam

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