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Kultur Von „arrogant“ bis „sehr geil“: So beurteilen MAZ-Leser Nenas Verhalten
Nachrichten Kultur

Nach Konzert in Schönefeld: So beurteilen MAZ-Leser das Verhalten von Nena

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09:47 27.07.2021
Nena polarisiert wieder.
Nena polarisiert wieder. Quelle: Jens Büttner
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Schönefeld

Nach längerer Corona-Pause trat Nena am Sonntag erstmals wieder live auf die Bühne – die Veranstaltung endete in einem Eklat. Die 61-jährige Popsängerin hielt offenbar nichts von dem Hygienekonzept, dem sie im Vorfeld des Auftritts noch zugestimmt hatte, und bat ihre Fans nah an die Bühne heran, sodass Abstands-Regeln nicht mehr eingehalten werden konnten. Sie berief sich dabei unter anderem auf den Christopher-Street-Day (CSD) am Tag zuvor, bei dem über 80.000 Menschen durch die Stadt zogen, und reagierte mit Unverständnis, wieso dies denn nicht auch auf ihrem Konzert erlaubt sein sollte.

Die zuständigen Ordner sahen sich bald überfordert, das Konzert wurde noch vor der Zugabe vom Veranstalter beendet. Auf den sozialen Medien überschlugen sich jedoch die Meinungen und Kommentare dazu.

„Sie soll bitte nicht das Publikum aufwiegeln“

So schreibt etwa Holger Eichele auf Facebook: „Sie macht Musik, das macht sie gut, und wenn sie mit dem Konzept eines Auftritts nicht einverstanden ist, soll sie bitte zuhause bleiben statt das Publikum aufzuwiegeln.“

Ähnlich sieht das Michael Sombert: „Viele Bands wären froh, wenn sie aktuell überhaupt eine Bühne zum Auftreten hätten. Ich finde sowas sehr arrogant und nicht weit gedacht...“

„Nena hat bewiesen, dass sie auf Regeln pfeift“

Steven Valyi schlägt Nena vor, ein eigenes „Querdenker“-Konzert zu organisieren und nicht bei einer Eventreihe mitzumachen, bei der Abstand Pflicht war. „Hinterlistig. Falsch. Dumm. Raffgierig. Hoffentlich lädt die kein Veranstalter mehr ein.“ Sie habe bewiesen, dass sie auf Regeln pfeift.

Andere hingegen haben Verständnis für Nenas Aufregung. „Am Samstag feiern 80.000 Leute den CSD eng aneinder über acht Stunden lang in Berlin! Auf Nenas Konzert sollten ein paar Hunderte in ihren „Boxen“ bleiben?“ Es sei für ihn völlig klar, ein solches Hygienekonzept zu hinterfragen.

„Richtig, dass Nena auf ungerechte Unterschiede aufmerksam macht!“

Auch mit Kritik gegenüber der MAZ hielten Kommentatoren nicht hinterm Berg. „Ich fand es richtig und wichtig, dass Nena auf diese ungerechten Unterschiede aufmerksam gemacht hat. Ihr solltet als Journalisten diese Unterschiede hinterfragen und gegenüberstellen und die Künstler, die sich das trauen, nicht noch diffammieren.“

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Und Sabrina Nachtrab fand Nenas Verhalten beim Konzert schlicht „sehr geil“.

Auch auf Twitter schlug die Aktion Wellen. So zieht der Blogger „Graslutscher“ Parallelen zum Plattenverkauf und Nenas Auslegung, Corona-Regeln nur dann einzuhalten, wenn man das möchte: „Bin gerade etwas knapp bei Kasse, brenne deswegen ein paar Kopien von #Nena -CDs und verkaufe sie als meine eigenen.

Ich habe ja wohl die Freiheit, die Regeln des Urheberrechts zu achten oder eben nicht. Nena kann sich ja dran halten, wenn sie unbedingt will“

Von MAZonline