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Kultur Nach den Sternen greifen: „Pulsar 2849“ im Spieletest
Nachrichten Kultur Nach den Sternen greifen: „Pulsar 2849“ im Spieletest
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13:30 09.12.2018
Klug konstruiert, anspruchsvoll und abwechslungsreich: „Pulsar 2849“ ist eine klare Empfehlung für Spieleexperten. Quelle: Handout
Leipzig

Der Weltraum, unendliche Weiten – und im Jahr 2849 vor allem viele Verheißungen: Ein neuer Goldrausch hat die Menschen der Zukunft erfasst. Nur treibt sie nicht die Gier nach schnöden Edelmetallen an, sondern nach Energie. Und die wird geliefert von Pulsaren, also schnell rotierenden Neutronensternen. Wer die am erfolgreichsten erschließt, gewinnt bei dem anspruchsvollen StrategiespielPulsar 2849“.

Der Tisch ist voll. Ein mächtiger, kreisrunder, nicht ausdrücklich hübscher, aber zweckmäßiger Spielplan zieht als erstes den Blick auf sich. Hier ist ein Sternhaufen mit seinen Sonnensystemen abgebildet. Ihn bereist jeder Spieler mit seinem Raumschiff, in der Variante für zwei Personen bekommt jeder zwei Raumfahrzeuge.

Raumgreifend: Der Spielplan von „Pulsar 2849“. Quelle: Hersteller

Fast noch wichtiger aber ist, was drumherum ausliegt – zum Beispiel Technologietableaus, von denen in jeder der acht Runden neue erschlossen werden können, etliche Marker, drei Zieltafeln für Extrasiegpunkte am Spielende und vor allem ein Würfeltableau.

Bei „Pulsar 2849“ geht es um den Würfeleinsatz. Neun Würfel werden pro Runde geworfen, zwei davon darf jeder Spieler jeweils nutzen, um Aktionen auszuführen – dazu gibt es eventuell einen Bonuswürfel, was diesen sehr wichtig macht.

Zwei Würfel, also zwei Aktionen, mal acht Runden: Das bedeutet, dass es nicht viele Handlungsmöglichkeiten gibt. „Pulsar 2849“ ist eines dieser schön fiesen Spielen, bei denen die Lust, etwas zu tun, ständig von den Sachzwängen der Regeln ausgebremst wird. Entscheidungen sind gefragt.

So viel zu tun, so wenig Zeit

Möglichkeiten gibt es viele. Man könnte zum Beispiel den Sternhaufen bereisen – hier gibt die Augenzahl des gewählten Würfels die Entfernung an, die man zurücklegen darf. Man könnte aber auch Technologien entwickeln, Planeten besiedeln, Pulsare erschließen, Energie-Transmitter bauen (da gibt es spezielle Plättchen für spezielle Boni), sie erst kaufen und später anwerfen, das eigene Hauptquartier aufmöbeln ...

Den meisten Möglichkeiten sind Würfelwerte zugeordnet. Die Faustregel lautet dabei: je höher der Wert, desto besser. Nur muss man an anderer Stelle mit Nachteilen rechnen, wenn man immer nur nach den höchsten Augenzahlen greift.

So viel zu tun, so wenig Zeit: Mit seiner Vielzahl an Optionen und Entscheidungszwängen liegt „Pulsar 2849“ noch einmal eine Stufe über dem, was allgemein als Kennerspiel gilt. Es ist dabei aber so klug und abwechslungsreich konstruiert, dass Spieleexperten zugreifen sollten.

Vladimír Suchý: „Pulsar 2849“ Quelle: Handout

Info: Vladimír Suchý: „Pulsar 2849“. Czech Games Edition (Vertrieb: Asmodee), für zwei bis vier Spieler ab 14 Jahren.

Von Stefan Gohlisch

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