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Kultur „Moving History“ zeigt Filme aus der Wendezeit
Nachrichten Kultur „Moving History“ zeigt Filme aus der Wendezeit
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16:55 24.09.2019
Auch Margarethe von Trotta kommt zum Festival. Quelle: DPA
Potsdam

Vor 30 Jahren fiel die Mauer, man fragt zum Jubiläum wieder seine Freunde und Kollegen: Wo warst du, als du davon gehört hast? Die Antwort fällt nicht schwer, weil der Augenblick so unvergesslich wie der erste Kuss gewesen ist. Was aber, wenn man sich erkundigt: Welche Filme hast du damals gesehen? Auch gute Filme können uns ja packen wie ein Kuss – aber welche Stücke man im Herbst des Jahres ’89 gut fand, welche man geliebt hat, das ist auf die Entfernung schwer zu sagen.

Darum ist es gut, dass uns das Potsdamer Festival „Moving History“ auf die Sprünge hilft, denn die Bilder jener Jahre sind intensiv wie Tagebucheinträge. Vielleicht sogar noch rigoroser, weil man heute nicht mehr wahrhaben will, was man damals für Jacken trug und wie die Haare ausgesehen haben. Die Nachgeborenen würden es ohne diese Bilder sowieso nicht glauben. Die Luft hat vibriert, vor Hoffnung, Skepsis und manchmal auch vor Diskussionslust.

Auch der Klassiker „Go, Trabi, Go“ läuft

Das Festival geht in sein zweites Jahr, es ist das einzige in Deutschland, das Filme mit historischen Themen einem breiten Publikum präsentiert. Der aktuelle Schwerpunkt lautet: „Als wir träumten – Revolution, Mauerfall, Nachwendezeit.“ Das Filmprogramm umfasst 30 Werke, Dokumentar- und Spielfilme sind zu sehen, die 1989/90 und kurz darauf entstanden sind.

Prominente Gäste werden in der Festivalzeit vom 25. bis 29. September erwartet, darunter Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, die Regisseurin Margarethe von Trotta und der Schauspieler Ulrich Matthes. Die Werke sind im Filmmuseum Potsdam und im Thalia-Kino zu sehen, auch Klassiker wie „Go, Trabi, Go“ werden gezeigt, zudem der atmosphärisch starke „Als wir träumten“ von Andreas Dresen.

Moving History, 25.-29. September. www.moving-history.de

Von Lars Grote

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