Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kultur Potsdamer Filmunistudent mit Deutschem Kurzfilmpreis ausgezeichnet
Nachrichten Kultur

Potsdamer Filmunistudent Jannis Alexander Kiefer mit Deutschem Kurzfilmpreis ausgezeichnet

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:32 26.11.2020
Jannis Alexander Kiefer von der Filmuniversität Potsdam wurde mit dem Deutschen Kurzfilmpreis 2020 ausgezeichnet.
Jannis Alexander Kiefer von der Filmuniversität Potsdam wurde mit dem Deutschen Kurzfilmpreis 2020 ausgezeichnet. Quelle: Carolin Mand/Filmuniversität Potsdam
Anzeige
Potsdam

Der Babelsberger Filmunistudent Jannis Alexander Kiefer ist für seinen Film „Meeting“ mit dem Deutschen Kurzfilmpreis 2020 ausgezeichnet worden. Das teilte die Potsdamer Filmuniversität am Donnerstag mit. Die Verleihung fand am Mittwochabend in Berlin per Live-Stream statt. Insgesamt wurden sieben Filmschaffende von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) mit dem Preis geehrt.

Kiefer wurde in der Kategorie Spielfilm mit bis 10 Minuten Laufzeit ausgezeichnet, die mit 30.000 Euro dotiert ist. Der Film erzählt von einem Zoom-Meeting: „Im weltweiten Jahr des Homeoffice setzt Jannis Alexander Kiefer dem Zoom-Meeting das Krönchen auf: schmissige Dialoge mit komödiantisch perfektem Timing, gespielt von einem Ensemble, das nicht besser besetzt sein könnte“, heißt es in der Begründung der Jury. „Meeting“ sei ein scheinbar flott hingeworfener, jedoch handwerklich in jeder Hinsicht brillant gemachter Film, „der wunderbar vor Augen führt, dass für die dümpelnden Männerbündeleien das letzte Stündlein geschlagen hat und der pragmatisch-konstruktive Arbeitsethos ab jetzt die Führung übernimmt.“

Filmstill aus „Meeting“, unter anderem mit Gisa Flake (r.u.). Quelle: Filmuniversität Potsdam

„Potsdam ganz nah“ erleben – zweimal wöchentlich

Alle News für die Landeshauptstadt schon morgens in Ihrem E-Mail-Postfach – jeden Dienstag und Freitag. Jetzt anmelden!

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Der Film entstand im April 2020 in kurzer Zeit

Entstanden ist der Film laut Filmuni im April 2020 in Berlin – in kürzester Zeit und unter Einhaltung alle Corona-Regularien. Nur sieben Filmschaffende waren an dem Projekt beteiligt, darunter auch Filmmusik-Studentin Anna Kühlein. Alle arbeiteten wohl von zu Hause aus. Drehbuch, Regie, Herstellung und die Federführung in der Produktion hat Jannis Kiefer selbst übernommen und konnte für die Besetzung der Rollen Jürgen Heimüller, Gregor Knop, Gabriela Lindl und nicht zuletzt Gisa Flake - die im September für ihre Rolle in „Sag Du es mir“ mit dem Deutschen Schauspielpreis ausgezeichnet wurde - gewinnen.

Der zweite Preis in der Kategorie Spielfilm ging an Borbála Nagy für den Film „Land of Glory“. In den Kategorien Dokumentar-, Animations- und Experimentalfilm waren Roxana Reiss und Marian Freistühler („Alturas“), Katharina Huber („Der natürliche Tod der Maus“) und Vika Kirchenbauer („Untitled Sequence of Gaps“) erfolgreich. Sie erhalten 30.000 Euro. Den mit 20.000 Euro dotierten Sonderpreis erhielt Ann Carolin Renninger für ihren Film „Maman Maman Maman“.

Lesen Sie auch

„Meeting“ ist in der 3Sat-Mediathek zu sehen

Insgesamt wurden bei der Preisverleihung Prämien von insgesamt 275.000 Euro vergeben. Bereits eine Nominierung ist mit einer Prämie in Höhe von 15.000 Euro verbunden und zeichnet damit alle 12 Filme aus, die es aus den 254 wettbewerbsfähigen Vorschlägen in die Endauswahl geschafft haben. Darunter in der Kategorie Spielfilm von mehr als 10 Minuten bis 30 Minuten auch „Favoriten“ in der Produktion von Michaela Finis, die an der Filmuniversität im Bachelor Film-und Fernsehproduktion studiert.

„Mit der festlichen Verleihung des Deutschen Kurzfilmpreises 2020 setzen wir trotz Pandemie ein Zeichen für die Zukunft des Deutschen Films“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters bei der Verleihung. „Gerade in Zeiten der Reise- und Kontaktbeschränkungen öffnet uns der Film neue Horizonte. Dafür stehen insbesondere die Gewinnerfilme des heutigen Abends mit ihrer kreativen Wucht, ihrer bemerkenswerten Aktualität und ihrer gesellschaftlichen Relevanz.“ Auf der „Kurz.Film.Tour - Der Deutsche Kurzfilmpreis. Im Kino.“ werden alle nominierten und ausgezeichneten Filme im kommenden Jahr deutschlandweit in kommunalen Kinos präsentiert. „Meeting“ ist bereits jetzt in der 3Sat-Mediathek zu sehen.

 

Von Sarah Kugler