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Potsdamer Künstler vergräbt Zeitkapsel auf Gelände des neuen Kreativquartiers

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11:16 12.12.2020
Entwürfe für das Kreativquartier an der Plantage in Potsdam - auf dem Gelände soll nun eine Zeitkapsel vergraben werden.
Entwürfe für das Kreativquartier an der Plantage in Potsdam - auf dem Gelände soll nun eine Zeitkapsel vergraben werden. Quelle: Glockenweiß
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Potsdam

Am Samstag startet auf dem Gelände des gerade entstehendes Kreativquartiers eine ungewöhnliche Kunstaktion: Um 12.12 Uhr wird dort eine Kunst-Zeitkapsel vergraben. Dahinter steckt die aus dem Rechenzentrum entstandene Performancegruppe ArtChurch. Die Organisatorin Nora Fritz hat gemeinsam mit Künstlern und Künstlerinnen aus Potsdam das Kunst-Zeitkapsel-Projekt ins Leben gerufen.

Mehr als 20 Kunstschaffende wie Stefan Pietryga, Alan Paul oder Julia Brömel sowie kulturschaffende Orte wie dem Nikolaisaal, dem Museum Fluxus + haben sich mit künstlerischen Beiträgen und Visionen beteiligt. Laut Initiatoren hat sich auch Kulturministerin Manja Schüler (SPD) mit einem Beitrag in der Kapsel an der Aktion beteiligt, die Botschaft wird allerdings erst am Tag der Ausgrabung dem 23. März 2023 offenbaren.

Symbolisch wird vom Immobilienentwickler Glockenweiß extra dafür ein Quadratmeter abgezäunt und für Kunst freigehalten, bis die ersten Kunst- und Kulturschaffenden 2023 ins Kreativquartier auf dem Gelände der alten Feuerwache einziehen können. Die Zeitreisenden--Exponate werden auf einer anschließenden Ausstellung im März 2023 zu besichtigen sein.

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Bauantrag für Anfang 2021 geplant

Das Art.Church Kollektiv wird mit der im Sommer entstandenen mobilen Kunstkirche einen Umzug starten, bei welchem verschiedenen Kunstinstituten, Gruppen und Einzelpersonen die Möglichkeit gegeben werden soll, ihre Kunst an oder in der Kirche zu befestigen. „Um diese letztendlich im neuen Potsdamer Kunst-Hotspot in Form einer Zeitkapsel bis ins Frühjahr 2023 zu versenken“, sagt Künstler Lars Kaiser, der aus dem Rechenzentrum ins Kreativquartier umziehen wird, sobald der erste Bauabschnitt fertiggestellt ist. Insgesamt sollen dort 8.000 Quadratmeter Gewerbeflächen für Kunst- und Kulturschaffende, Kleinunternehmer und Start-ups zu je 9 Euro pro Quadratmeter zur Verfügung stehen – querfinanziert durch andere Gewerbemieter.

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„Es ist logistisch gar nicht so einfach, bei einem so großen Bauprojekt und einem so knappen Terminplan hier einen Quadratmeter freizuhalten“, sagt Christopher Weiß vom Immobilienentwickler Glockenweiß. „Wir sind wirklich gespannt, was auf diesem Quadratmeter so alles passieren wird, bis die Künstlerinnen und Künstler ihre eigentlichen Flächen beziehen können.“ Im Frühjahr 2021 soll der Bauantrag für das Kreativquartier gestellt werden, 2023 sollen die ersten Mieter einziehen.

 

Von MAZonline