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Kultur Rock am Ring künftig in NRW?
Nachrichten Kultur Rock am Ring künftig in NRW?
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18:05 02.06.2014
Metallica rocken am Ring. Foto: Demian Alday
Nürburg

Weitere Details zu den Plänen von 2015 an würden am Dienstag unter anderem von Deag-Chef Peter Schwenkow sowie dem Geschäftsführer der Capricorn Nürburgring GmbH, Carsten Schumacher, vorgestellt. Zuvor hatte darüber die "Rhein-Zeitung" berichtet.

Die Deag soll das neue Festival künftig dort veranstalten, wo bislang Marek Lieberberg das traditionsreiche Mega-Event Rock am Ring ausrichtete. Lieberberg zieht es in das rund 130 Kilometer nördlich gelegene nordrhein-westfälische Mönchengladbach. Der Konzertveranstalter will künftig auf dem Gelände JHQ Rheindahlen, einem ehemaligen britischen Militärgelände, ein Musikspektakel auf die Beine stellen.

Ein entsprechender Antrag sei bereits gestellt worden, sagte eine Lieberberg-Sprecherin in Frankfurt. Darüber hatte die "Rheinische Post" berichtet. Der Zeitung sagte Lieberberg: "Ich kann mir keinen schöneren Festivalplatz vorstellen." Ob es letztlich auch dazu komme, sei noch nicht klar, sagte die Sprecherin. Verwalter des Geländes ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Bonn.

Die Stadt Mönchengladbach führt nach eigenen Angaben bereits seit geraumer Zeit Gespräche mit Lieberberg. Bei einem weiteren Treffen würden noch die Themen Lärm- und Naturschutz angesprochen. Rock am Ring sei "eine Option unter mehreren" für die Nutzung des JHQ-Areals, teilte Oberbürgermeister Norbert Bude (SPD) mit. Er freue sich, dass Lieberberg die Stadt als Veranstaltungsort für das Festival bevorzuge. "Für das Image der Stadt wäre dies eine tolle Sache."

Am kommenden Wochenende (5. bis 8. Juni) wird Rock am Ring noch ein letztes Mal am Nürburgring über die Bühne gehen. Zu den Top Acts zählen Metallica, Linkin Park, Kings of Leon und Iron Maiden. 2013 waren rund 87 000 Besucher und 80 Bands gekommen. An dem Zwillingsfestival Rock im Park in Nürnberg soll sich nichts ändern.

Grund für den Weggang aus der Eifel ist laut Lieberberg die Kündigung des Vertrags seitens des Ring-Betreibers. Dessen Forderung sei wirtschaftlich nicht vertretbar. Dabei sei der Nürburgring schon die teuerste Veranstaltungsstätte in Deutschland.

Ring-Sprecher Nuvoloni sagte, der bisherige Vertrag mit Lieberberg sei bereits im Januar und damit vor dem Verkauf an den Düsseldorfer Autozulieferer Capricorn gekündigt worden. Das sei wegen der EU-rechtlichen Vorgaben bei einem solchen Verkaufsprozess mit allen Verträgen am Ring geschehen.

dpa

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