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Kultur Rockerrente? Für Puhdys-Gitarrist Dieter Hertrampf ist das kein Thema
Nachrichten Kultur Rockerrente? Für Puhdys-Gitarrist Dieter Hertrampf ist das kein Thema
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12:54 25.11.2019
Dieter Hertrampf alias «Quaster» wird am 29. November 2019 75 Jahre alt. Quelle: Jens Wolf/dpa
Berlin

Er ist das „D“ im Wort Puhdys. Es besteht aus den Vornamen der ersten Bandmitglieder. Dieter Hertrampf alias „Quaster“, Gitarrist und Sänger, gab so manchem bekannten Song der erfolgreichen Band seine Stimme. Der Berliner hatte aber auch früh schon eigene Projekte. Nun wird er 75. Und obwohl die Puhdys seit bald vier Jahren Geschichte sind, ist Hertrampf musikalisch noch sehr aktiv. „Es ist jetzt stressiger als mit den Puhdys“, berichtet der Musiker der Deutschen Presse-Agentur.

Hertrampf, geboren am 29. November 1944 in Berlin, hatte sich als 15-Jähriger selbst das Gitarrespielen beigebracht - nach eigenen Angaben, „um bei der Frauenwelt zu punkten“. Er absolvierte zunächst eine Lehre als Verkehrsbauzeichner und spielte in zwei Bands.

Spitzname „Quaster“

Dann stieß er zu der Gruppe, aus der später die Puhdys entstanden. Da der Haussegen dort schief hing, stieg er wieder aus - und begann ein Musikstudium. Doch im offiziellen Gründungsjahr der Puhdys 1969 kehrte Hertrampf mit Studienabschluss in der Tasche zurück. Wie fast alle Puhdys-Musiker bekam er einen Spitznamen: „Quaster“. Er hatte sich erfolglos bemüht, den Hit „Quartermaster's Store“ von The Shadows einzustudieren.

Trotz des Erfolgs der Puhdys, die bis zum Fall der Mauer mehrfach zur beliebtesten Rockgruppe der DDR gewählt wurden, begab sich Hertrampf nebenher auf Solo-Pfade: 1987 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum, „Liebe Pur“ - nicht lang nach dem Solo-Album „Intim“ seines Puhdys-Kollegen Dieter Birr. Nach der ersten Auflösung der erfolgreichen DDR-Band zwei Jahre später gründete er eine Lichtfirma und war Mitinhaber einer Diskothek.

Ab 1992 spielte er wieder bei den zurückgekehrten Puhdys und blieb bis zur endgültigen Auflösung der Band 2016. Die Frage, ob er diese vermisst, antwortet er knapp vier Jahre danach schnell und deutlich: „Nee.“ Denn: Nach der Puhdys-Auflösung ging Hertrampf, obwohl schon im Seniorenalter, nicht in die Rockerrente. „Ich finde es toll, was ich seit den Puhdys alles erleben durfte“, sagt er der dpa. „Ich bin auch mit Weltstars aufgetreten.“

Neues Album ist in Arbeit

Zu den Puhdys-Konzerten kamen oft Tausende Fans. Nun spielt Hertrampf in kleineren Clubs statt in großen Hallen. „Man ist da viel näher dran am Publikum“, sagt er. „Das hat seine Reize.“

Er ist mit verschiedenen Bühnen-Projekten unterwegs. Auf seiner „Ich bereue nichts“-Show präsentiert er mit einem Freund seinen Lebenslauf; mit Songs, Storys, Bildern und Videos aus seinem Privatarchiv. Viel lauter wird es bei „Quaster & Friends“: Mit seiner Tochter Kimberly und Freunden singt er alte Puhdys-Titel. Auch bei der Show „Ostrock meets Classic“ wirkt Quaster mit. Und er verrät: „Ich produziere derzeit ein neues eigenes Album.“

Hertrampf ist verheiratet, dreifacher Vater und auch Großvater. All seine Kinder wurden ebenfalls Musiker. Adoptiv-Sohn Carsten „Beathoven“ Mohren war Rockhaus-Keyboarder. Er starb 2017 mit 54 Jahren an Krebs. Sohn Sven ist Mitglied der Drum-Band Stamping Feet. 1985 hatte er mit seiner damaligen Band Perl einen Riesen-Hit: „Zeit, die nie vergeht“ kam auf den ersten Platz in der DDR-Jahreshitparade.

Von RND/dpa

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