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Kultur Vorhang auf Jungfilmer
Nachrichten Kultur Vorhang auf Jungfilmer
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00:24 19.04.2015
Die Sehsüchte-Leiterinnen Silya Schmidt (l.), Antonia Zülka (M.) und Charlotte Gondolf sowie zwei der Jurymitglieder – die Schauspieler Constantin von Jascheroff und Max Mauff. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Was eine Ohrfeige, die ein entnervter Vater seiner Tochter in einem Schweizer Minimarkt verpasst, so alles auslösen kann! Erst eine Debatte um Erziehungsmethoden, dann einen Clash der Kulturen. Und am Ende gibt’s noch mehr Prügel. Für wen, wird an dieser Stelle nicht verraten. Selber gucken! Wo? Bei Sehsüchte! „Discipline“ heißt der flotte, schwarzhumorige Kurzfilm des ägyptisch-schweizerischen Nachwuchsregisseurs Christophe M. Saber.

100 Filme aus 28 Ländern stehen vom 22. bis zum 26. April bei Europas größtem Studentenfilmfestival, präsentiert von der Märkischen Allgemeinen Zeitung, auf dem Programm. Spielorte sind die Filmuniversität „Konrad Wolf“ sowie das Rotor-Kino in der Medienstadt Babelsberg.

Am Donnerstag gab es erste cineastische Appetithäppchen. 950 Beiträge erreichte die Sehsüchte-Programmgruppe um Myriam Musolff – traditionell organisieren Medienwissenschaftsstudenten der Filmuni das Festival. Wochenlang wurde gesichtet, wurden die herausragendsten kurzen und langen Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme ausgewählt. Auffällig oft beackerten die Jungfilmer politische Themenfelder.

Zur Jury, die über den besten Langspielfilm entscheidet, gehört Schauspieler Constantin von Jascheroff („Willkommen im Krieg“): „Wahnsinn, was wir für tolle, unterschiedliche Geschichten gesehen haben.“ Ein Forum für junge Filmemacher, wie es Sehsüchte sei, müsse man unterstützen. „Wir Schauspieler wollen ja auch in Zukunft bei guten Projekten dabei sein.“ Der 29-Jährige wirkte bereits in mehreren studentischen Produktionen mit, etwa in dem erstklassigen Knastdrama „Picco“, schätzt die Arbeit mit dem Branchennachwuchs. „Studenten probieren verrückte Sachen aus, trauen sich was Neues“, lobt von Jascheroff. Schauspieler Max Mauff (27, „Die Welle“) darf über den besten Kurzfilm mitentscheiden. 20 knuffige Beiträge „mit Mut zu aufregenden Stoffen“ hat er mit seinen Jury-Kollegen gesehen. „Unsere ganze Kraft floss in die Diskussion über den Gewinner.“

Bei Sehsüchte kommen nicht nur Erwachsene auf ihre Kosten. In zwei Blöcken gibt es Augenfutter für Kinder und Jugendliche. Die (noch) unverfilmten Ideen rücken beim „Schreibsüchte“-Tag am 25. April in den Mittelpunkt. Dann ist „Stromberg“-Erfinder Ralf Husmann zu Gast, um Festivalbesuchern die Kunst des Komischen nahezubringen. In 16 Kategorien werden die mit rund 45 000 Euro dotierten Trophäen in Form einer Flamme verliehen. Die Gewinnerfilme sind am 26. April zu sehen.


Info: Tickets gibt es in den Potsdamer MAZ-Ticketerien im Stern-Center und in der Friedrich-Ebert-Straße 85/86. Programm: www.sehsuechte.de

Von Ricarda Nowak

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