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Kultur So war das Abschiedskonzert von Kiss
Nachrichten Kultur So war das Abschiedskonzert von Kiss
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22:29 04.06.2019
Auf Abschiedstour: Die Band Kiss. Quelle: Sebastian Willnow/dpa

Wie waren Kiss drauf?

Schwer zu beantworten, denn wer erkennt unter all der Schminke schon die wahren Emotionen der Altrocker? Aber eines ist klar: Sie entertainen so routiniert großspurig wie der Ansager auf der Kirmes – und die nächste Runde ist immer die schnellste.

Wie waren Sound und Bühne?

Kiss geben vor, die härteste Band der Welt zu sein. Wenn er das noch hören würde, ginge durch den Sarg des legendären Motörhead-Krachmachers Lemmy Kilmister wohl ein heftiger Ruck. Nein, der Sound von Kiss ähnelt schon eher Glamrock mit einer Prise Bluesrock als hartem Heavy Metal. Knallen tut’s dagegen bei den Pyro-Effekten auf der Bühne.

Wie war die Stimmung im Publikum?

Ein letztes Mal haben etliche Fans aus der sogenannten Kiss Army – also dem großen Fanklub von Kiss – die Schminke hervorgekramt und sich im Stil ihrer Helden bepinselt. Das hat religiöse Züge, nur bleibt die Frage: Woran glauben die Menschen eigentlich? Vielleicht ja an die Auferstehung der nun zu Grabe getragenen Band.

Was waren die besonderen Momente der Show?

Das waren vor allem die Momente der gegenseitigen Rührung von Band und Publikum. Ein Kiss-Konzert ist halt vor allem auch ein Familienfest.

Fazit?

Natürlich ist eine weltweite Abschiedstournee letztlich eine Marketing-Masche. Natürlich brauchen immer weniger Menschen eine Showband, die aus Rockrentnern besteht und die sich immer gern mit dem Aufzählen der Sex-Partnerinnen gerühmt hat. Und jetzt kommt das dicke fette Aber: Es ist wie beim Autoscooter auf dem Jahrmarkt. Ab und zu macht es auch als Erwachsener immer noch Spaß, mitzufahren. Und dieser Spaß ist Kiss ein letztes Mal gelungen.

Von Maurice Wojach

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