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Kultur So war das Van-Morrison-Konzert in der Arena
Nachrichten Kultur So war das Van-Morrison-Konzert in der Arena
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00:23 16.06.2019
Van Morrison Quelle: Rolf Haid/dpa
Berlin

 Van Morrison hat am Mittwochabend unter schwierigen Umständen ein großartiges Konzert gegeben.

Worin bestand das Problem? Die ohnehin hässliche Mercedes-Benz-Arena war mit schwarzen Vorhängen optisch um mehr als die Hälfte verkleinert worden, und trotzdem blieben etliche Plätze leer. So ein Ambiente ist der Stimmung nicht gerade zuträglich.

Wie war Van Morrison drauf? Wortkarg, aber für seine Verhältnisse nicht unfreundlich. Optisch in der amtlichen Van-Morrison-Dienstkleidung mit Hut, getönter Brille und verbeultem Nadelstreifenanzug. Musikalisch war der Abend eine extrem geschmackvolle Auslese aus seiner mehr als 50-jährigen Karriere. Swing, Celtic Soul, Rhythm’n’Blues – aus jeder Schaffensphase war etwas dabei.

Wie haben die Zuschauer reagiert? Immer wieder spontaner Szenenapplaus, wenn Morrison einen seiner vielen Klassiker aus dem Hut zauberte, etwa „Days Like This“ (schneller und frischer als die feierliche Studioversion), „Moondance“, „Wild Night“ und die Mutter aller Sommerhits, „Brown Eyed Girl“. Das Ganze präsentiert der 73-Jährige als atemloses Medley, gönnt dem Publikum zwischen den Songs keine Pause – und lässt den Jubel cool an sich abperlen.

Was war besonders? Das selten gespielte „Cleaning Windows“ aus den frühen achtziger Jahren – ein Selbstporträt des Künstlers als junger Mann und (wahre Geschichte!) Fensterputzer, dem nur das Transistorradio in der Mittagspause das Leben rettete.

Fazit Ein Van-Morrison-Abend, der mit ihm blendend funktionierte (logisch), aber auch ohne ihn. Während des letzten Songs „Gloria“ dreht seine Band minutenlang auf, als der Star schon längst in der Garderobe verschwunden ist.

 

Von Thorsten Keller

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