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Nachrichten Kultur So waren die Smashing Pumpkins in Berlin
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22:44 05.06.2019
Die Smashing Pumpkins bei einem Konzert in Dänemark. Quelle: imago images / Ritzau Scanpix

Wie waren die Smashing Pumpkins drauf?

Die streit- und drogensüchtigen Dickköpfe von einst haben sich zusammengerauft. Es ist jetzt nicht so, dass sich Billy Corgan und Gitarrist James Iha auf der Bühne ewige Liebe schwören. Aber der gegenseitige Respekt und so manches Lächeln sind deutlich zu erkennen. Und vor der Zugabe kommt es gar zum launigen Kumpel-Gespräch.

Wie waren Sound und Bühne?

Futuristisch geformte und beleuchtete Puppenkörper zieren die Bühne. Die Smashing Pumpkins als ihr eigener Planet – so war es immer schon. Und das gilt auch für die Gefühlswelten, die die Band mit einer sehr vielseitigen Setlist zu Gehör bringt – von ängstlich und passiv bis selbstbewusst und zerstörungswütig.

Wie war die Stimmung im Publikum?

Dafür, dass die Smashing Pumpkins den Soundtrack des Scheiterns für die Generation Grunge lieferten, sind die 10.000 Fans außerordentlich gut drauf. Das mag auch daran liegen, das Corgan seine Sturheit abgelegt hat und mit seinen neuen alten Freunden so ziemlich alle Hits von früher spielt, zum Beispiel „1979“ und „Tonight, Tonight“.

Was waren die besonderen Momente der Show?

Trotz eines nicht gerade innovativen Albums im vergangenen Jahr scheint Corgan durch die Rückkehr von James Iha und Jimmy Chamberlain zu sich gefunden haben, vielleicht sogar erstmalig. Die Smashing Pumpkins sind für ihn wie ein Kind. Und, dass das so groß geworden ist, erfüllt ihn in mehr als einem Moment mit sichtbarem Stolz.

Fazit?

Demut ist das neue Ding im Rock’n’Roll. Die Diven von einst – und Billy Corgan war wirklich eine Art Klaus Kinski der Musik – haben ihre Launen im Griff und liefern ab wie bestellt. Ein gelungener, überraschend vielseitiger Abend mit vielen Hits, ein paar Raritäten und unterhaltsamen Coverversionen, etwa das von James Iha gesungene „Friday I’m in Love“ von The Cure.

Von Maurice Wojach

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