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19:21 25.04.2019
50 Jahre im Geschäft. Diesem Soul-Man macht so leicht keiner etwas vor – Lee Fields. Quelle: Sesse Lind
Potsdam

Ja, zärtlich sein kann er immer noch: Lee Fields umarmt gleich am Anfang seines jüngsten Albums „It Rains Love“ jene Frau, mit der er 40 Jahre verheiratet ist. Du bist alles für mich, heißt es da. Und dem Soul-Man, einer der letzten aus der älteren Garde, nimmt man diesen Schwur ab.

Ganz Gefühl lebt der Sänger jeden seiner Songs. Während The Expressions, seine versierten Begleiter an den Instrumenten, ihm jederzeit in jeder Stimmung folgen. Ob funky, aufgekratzt, verhalten, innig oder beschwörend. Exzellente Gitarren, famose Blechbläserei, perfekte Rhythmusgruppe. Spezialisten für den Soul der alten Schule zwar, doch Lee Fields zeigt es allen, wie warm, wie gut wie herzverwundend diese Musik sein kann. Immer noch.

Aufmerksamer Nachrücker aus Finnland: Bobby Oroza. Quelle: Promo

Zum Glück gesellen sich zu Meistern wie Lee Fields noch ein paar jüngere Musikanten, die diese ältere Magie hervorbringen können. Wie Bobby Oroza aus Finnland. Er kam bei Big Crown Records unter, der Plattenfirma, die Fields oder The Shacks betreut. Oroza – ein Typ aus Helsinki.

Der einer großen Musikerfamilie entstammt. Der die umfängliche wie breit gefächerte Plattensammlung seiner Eltern gründlichst durchforstet hat. Der auf seinem Album „This Love“ Stimme und Händchen dafür hat, mal süß, mal intim, mal etwas rauer zu klingen. Der die alten Helden kennt und daher begeistert Soul mit Funk versetzt, tauglich für jeden Tanzboden dieser Welt. Ein Debüt, wie man es sich nicht mutiger und klüger vorstellen kann

Geboren in Kanada, lebt Tami Neilson schon länger in Neuseeland. Wer sie hört, denkt allerdings an die Südstaaten mit gloriosem Gospel und Blues, der Herzen bluten lässt. Quelle: Mrs Jones

Wenn es nur eines Gänsehaut-Moments bedarf, um diese unfassbare Sängerin ihrer ganzen Großartigkeit wahrzunehmen, dann sei nur ein Song empfohlen: „Reap What You Sow“. Ein enorm aufgeladener Soul-Song. Ein unglaublicher Ausbruch. Eine vokale Urgewalt. Zudem vorwärts gepeitscht von einem loderndem Gitarrensolo.

Man glaubt es der Sängerin, die in Neuseeland lebt, dass man „all das, was man gesät hat, auch erntet“. Eine Mahnung von biblischem Ausmaß. Jeder ist für sein Tun verantwortlich – nicht nur vor Gottes Angesicht. Das Lied stammt vom Live-Album „Songs Of Sinners“, welches Tami gerade veröffentlichte. Von Sündern weiß sie einiges. Und davon wie aus dem Gospel Rock’n’Roll wurde.

Die Konzerte: Lee Fields & The Expressions und Bobby Oroza treten am Freitag, dem 26. April, um 20 Uhr in der Columbia-Theater in Berlin-Tempelhof auf. Tami Neilson singt am Sonnabend, dem 27. April, um 20 Uhr im Frannz-Club in Berlin-Prenzlauer Berg.

Von Ralf Thürsam

In Biografien spiegelt sich die Welt, meint die Journalistin Jana Simon. In ihrem Buch „Unter Druck“ begleitet sie über sechs Jahre sechs Menschen. Sie möchte ermitteln, wie sich Deutschland verändert hat.

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