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Kultur Innovationspreis geht an Schulbücherei einer Berliner Grundschule
Nachrichten Kultur Innovationspreis geht an Schulbücherei einer Berliner Grundschule
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17:34 23.10.2019
Lesen, Hören, Sehen. Im digitalen Zeitalter gibt es für die Aneignung von Wissen viele Kulturtechniken. Quelle: Jan Woitas/dpa
Potsdam

Am 23. Oktober wird in Potsdam zum zweiten Mal der Innovationspreis für Bibliotheken der Länder Berlin und Brandenburg vergeben. Er ist mit 10  000 Euro dotiert. Als Sieger ging die Schulbücherei der Sternberg-Grundschule in Berlin-Schöneberg hervor.  Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre von der Berlin-Brandenburgische Stiftung für Bibliotheks-Forschung e.V. ausgelobt.

Die Stimme hinter den Avataren

Das Vorhaben der Schule mit dem Titel „On Lit“ sieht vor, dass die Schüler unter Anleitung der Pädagogin Diana Johanns Texte auswählen, einlesen und als Hörproben ins Netz stellen. Statt der Schüler soll der Internet-User aber Avatare zu sehen bekommen oder animierte Zeichentrickfilme, die von den Schülern selbst gestaltet werden. Die Jury sprach von einer „innovativen Idee“. Mittels neuer Medien werde die Lesemotivation der Kinder erhöht und deren Lesekompetenz Schritt für Schritt verbessert. „Dadurch, dass in allen Sprachen gelesen werden darf, wird gleichzeitig dem multikulturellen Charakter der Sternberg-Schule Rechnung getragen“, hieß es in der Begründung. Die Jury sprach außerdem von „eine erfolgversprechenden medienpädagogischen und demokratiefördernden Ansatz, der den physisch verorteten Service der Schulbibliothek erweitert und ihm eine motivierende weltweite Perspektive“ gebe. Das Projekt sei beispielgebend für die Medienarbeit an Schulen im Sinne des Digitalpakts Schule 2019–2024 der Bundesregierung, hieß es.

Die Entscheidung im Kutschstall

Der Innovationspreis möchte helfen, die Bibliotheken von ihrem verstaubten, altmodischen Image zu befreien. Insgesamt gab es zwölf Bewerbungen, von denen sechs für die Endausscheidung nominiert wurden. Gestern bekamen sie Gelegenheit, ihre Projektideen im festlichen Rahmen der Preisverleihung im Kutschstall des Hauses der Brandenburgisch Preußischen Geschichte vorzustellen. Neben fünf Bewerbern aus Berlin hatte es nur ein Brandenburger Projekt in die Endrunde geschafft. Doch die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam konnte sich mit ihrem Projekt „Point’n’Click-Adventure“, einer Art Video-Spiel, nicht durchsetzen. Bei der Abordnung der Schule aus Berlin-Schöneberg war der Jubel groß. Das Preisgeld kommt nun allein ihrem Projekt zugute.

Vorgänger „Lesehund“

Der erste Innovationspreis 2017 war an die Stadtbibliothek Wildau gegangen. Mit Hilfe der 10 000 Euro entwickelten sie einen sogenannten „Lesehund“, einen Roboter, der Kinder zum lauten Vorlesen animiert.

Von Karim Saab

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