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Kultur Sting mit Verletzung auf der Bühne: „Aber ich kann singen“
Nachrichten Kultur Sting mit Verletzung auf der Bühne: „Aber ich kann singen“
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08:44 01.11.2019
Sting, hier bei einem Konzert im Jahr 2017 und mit Bass, hat am Donnerstag seine Fans in Berlin beglückt. Quelle: dpa
Berlin

Sting ist eine Ikone – als Sänger von The Police wie auch als Solokünstler. Nebenbei wettert er gegen machtgierige Despoten und rettet den Regenwald – auch wenn das schon mal besser geklappt hat als zur Zeit. In der Berliner Mercedes-Benz-Arena trat er gehandicapt auf und deshalb auch ohne Bass.

Wie war Sting drauf?

Er könnte halb so alt wie Rod Stewart sein und rund 100 Jahre jünger als Ozzy Osbourne – aber der ist ja angeblich selbst noch nicht so alt. Tatsächlich sind die Hach-was-sieht-der-Sting-noch-gut-aus-Schwärmereien mehr als nur ein Klischee. Sting ist 68, aber wirkt juvenil wie ein Yoga-Schüler. Seine körperliche Topform wäre ein Schlag ins Gesicht für jeden überzeugten Bierbauchträger, wäre da nicht ein entscheidender Haken: Sting muss wegen einer Schulterverletzung den linken Arm in der Schminke tragen und kann an diesem Abend nur singen und nicht Bass spielen.

Wie waren Sound und Bühne?

Beeindruckend ist vor allem, was alles nicht auf der Bühne steht. Keine Vorband, kein bühnentechnischer Schnickschnack. An diesem Abend bleibt die Arena mit dem Stern an der Decke eine konfettifreie Zone. Es heißt, Sting schere sich nicht um derlei Showeffekte, sei aber rein musikalisch gesehen ein ziemlicher Pedant. Heute kann er zufrieden sein. Die Arbeit am Bass wird ihm bestens abgenommen. Mit dem Background-Chor harmoniert Sting - der sich mit seinen Kollegen von The Police so liebend gern stritt, biss und prügelte - wie ein Schmusekätzchen.

Wie war die Stimmung im Publikum?

Wie soll die Stimmung von Sting- und The-Police-Fans in einer ausverkauften Arena wohl sein, wenn ihr Star als allererste Songs gleich „Roxanne”, „Message in a Bottle”, „If I Ever Lose My Faith in You” und „Englishman in New York“ spielt? Nicht so schlecht…

Was waren die besonderen Momente der Show?

Der irritierende Höhepunkt kommt gleich zu Beginn. Sting schlurft zunächst ohne Band auf die Bühne. Ein schwarzer Mantel liegt halbseits über seiner Schulter, ein Arm liegt in der Schlinge. Auf Deutsch sagt er, dass er sein Instrument nicht spielen kann. "Aber ich kann singen." Nach dem Schock also die Erleichterung: Immerhin, er kann singen!

Fazit

Sting liefert Radiohits mit Anspruch. Die schiere Masse an Songs, die weltweit wohl jeder kennt, der schon mal mit Popmusik in Berührung gekommen ist, lässt einen staunen. Die sehr gute Band variiert Altbekanntes mit Jazz, Reggae und Funk. Zutaten, die Stings Musik ja ohnehin ausmachen, seitdem er mit The Police einst vom Punk über den New Wave in den Mainstream-Pop einzog. Und dort wohl für immer in vollen Hallen zuhause sein wird.

Von Maurice Wojach

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