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Kultur Studio-Verkauf: Filmmuseum fordert Sicherheit für Traditionsstandort Babelsberg
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Studio Babelsberg vor Verkauf: Filmmuseum fordert Sicherheit für Standort Potsdam

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15:19 07.09.2021
Studio Babelsberg.
Studio Babelsberg. Quelle: Dpa
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Potsdam-Babelsberg

Der geplante Verkauf oder Teilverkauf von Studio Babelsberg verunsichert die Potsdamer Filmbranche. Nachdem sich öffentliche Stellen wie Wirtschaftsministerium und Rathaus mit Stellungnahmen zurückhalten, reagiert nun die Leitung des Filmmuseums.

„Nachhaltige Sicherung des Studio-Standorts“

„Als Bewahrer des Babelsberger Filmerbes appellieren wir an alle Verantwortlichen, für eine nachhaltige Sicherung des Standorts zu sorgen“, schreiben Ilka Brombach und Christine Handke, die wissenschaftliche und die künstlerische Leiterin des Filmmuseum.

Christine Handke, künstlerische und organisatorische Leitung, und Ilka Brombach, wissenschaftliche und kuratorische Leiterin, im Filmmuseum Potsdam Foto: Sarah Kugler Quelle: Sarah Kugler

Sie mahnen, dass Studio Babelsberg das „Herzstück“ der Medienstadt ist, die wieder als „größter und bedeutendster europäischer Medienstandort“ gelte. Der Standort blicke auf eine 100-jährige Erfolgsgeschichte zurück und „ist von großer ökonomischer, vor allem aber auch von größter kultureller Bedeutung, weit über die Region und Deutschland hinaus“, so Brombach und Handke weiter.

Lesen Sie auch: Verkauf im Gespräch: Wem gehört bald Filmstudio Babelsberg?

Der Vorstand von Studio Babelsberg sucht derzeit einen Investor und ist im Gespräch mit verschiedenen Interessenten – möglicherweise Unternehmen aus dem europäischen Ausland. Über einen Verkauf von AG-Anteilen soll Geld für die neue strategische Ausrichtung ins Unternehmen fließen. Vor allem will Studio Babelsberg internationaler werden und verstärkt mir Streaming-Diensten zusammenarbeiten.

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„Zu hoffen ist, dass die Kompetenz, das Art Department und das Innovationspotential des Studios der Branche erhalten bleiben“, schreiben nun Brombach und Handke zu den bekanntgewordenen Plänen. Nur dann könne „bedeutsame Filmgeschichte in der Unesco Creative City of Film, in Potsdam, geschrieben werden“.

Von MAZonline/axe