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Kultur Hund „Chucho“ ist der neue GZSZ-Star
Nachrichten Kultur Hund „Chucho“ ist der neue GZSZ-Star
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18:25 10.08.2015
GZSZ-Star Elena Garcia Gerlach mit Sunny, Hunde-Bruder Chucho und Kaspar (v.l.) Quelle: Foto:
Babelsberg

So ein niedliches Fellknäuel! Die Jack-Russell-Malteser-Mischlingsdame Sunny mit ihrem Dauerlächeln im Gesichtchen muss man einfach gern haben. Jeder wird angeschnüffelt und freudig begrüßt. Der vierbeinige Wirbelwind gehört seit einigen Wochen zum Ensemble der in Babelsberg gedrehten RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“.

Am Sonnabend war die Hündin bei der Langen Babelsberger Filmparknacht der Stargast – ohne Starallüren. Wenn ein Hausschwein dem Moderator den roten Teppich ausrollt, ein Huhn freiwillig in den Backofen läuft und ein Zwergpinscher auf einem Staubsauger fährt, dann befindet man sich in der Filmtiershow im Filmpark. Ausgebildet für ihre Auftritte vor Kameras und vor Publikum werden die pelzigen und fedrigen Talente in der Filmtierschule Harsch – wie die süße Sunny auch.

Die zweijährige Hundedame bringt für GZSZ Dreh-Erfahrung mit, purzelte schon für die preisgekrönte Kinderserie „Bini und der Geist“ durch die Gegend. „GZSZ ist ihre erste große Rolle“, erzählt Tiertrainerin Astrid Harsch. „Die Produktion wollte einen kleinen Mischlingshund und entschied sich für Sunny. Eine gute Wahl!“

Tierische Filmstars

Seit 1988 bereiten Astrid und Gerhard Harsch Tiere – von der Maus bis zum Geparden – für Auftritte vor Foto- und Filmkameras vor. Rund 200 Tiere leben auf dem Gehöft in Sieversdorf-Hohenofen (Ostprignitz-Ruppin).

In Kino- und TV-Filmen wie „Jerichow“, „Tierärztin Dr. Mertens“, „Alles auf Zucker!“ oder „Soko Leipzig“ sowie in etlichen Werbespots und Musikvideos waren die Tiere bereits zu sehen.

Im Filmpark Babelsberg kann man einige von Harschs Schützlingen täglich in der Filmtiershow erleben. Eineinhalbstündige Vorführungen finden in der Filmtierschule (Hauptstraße 2, 16845 Sieversdorf) statt – bis Ende Oktober sonntags um 13.30 Uhr sowie bis Ende August donnerstags um 14 Uhr. rn

Nach zahllosen Film- und Fernsehproduktionen freuen sich die Harschs, erstmals für GZSZ arbeiten zu dürfen. Seit Anfang Mai ist Sunny ein bis zwei Drehtage pro Woche am Set – in Begleitung von Astrid Harsch oder Trainerkollegin Simone Brunner, bei der die Hündin lebt. „Sunny spielt immer ihr eigenes Ding, das sorgt für lustige Momente“, erzählt Astrid Harsch. Ihre Rolle des lieben und ein bisschen durchgeknallten Familienhundes füllt Sunny voll aus. Vorteil: Sie kann immer ihren Text. Dafür muss der Wauzi andere Dinge lernen. Momentan wird mit ihr das Apportieren geübt. „Sie ist so pfiffig“, schwärmt Astrid Harsch.

Warum durfte Sunny ihren Namen in der Serie nicht behalten? Ganz einfach: Es gibt schon eine zweibeinige Figur gleichen Namens – gespielt von Valentina Pahde.

Sunny wurde zur Filmparknacht begleitet von Elena Garcia Gerlach – sie spielt bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ die Spanierin Elena Gundlach. In der Serie rettete sie Chucho aus einem Tierheim. Später durfte sich der Vierbeiner revanchieren und Elena aus einer gefährlichen Situation befreien. „Als Kind hatte ich Angst vor Hunden“, erzählt die 29-Jährige. Inzwischen mag sie die Vierbeiner sehr und Sunny sowieso. Zeit für einen eigenen Hund lassen die Drehpläne bei GZSZ jedoch nicht zu. Elena und die Mischlingsdame sind ein Herz und eine Seele: Sunny alias Chucho drehte Freuden-Pirouetten, als sie ihr Serien-Frauchen sah. Und dafür gab’s extra Streicheleinheiten.

Sunny kam in Familie in die Filmtiershow: Hundevater Kaspar, ein sechsjährigen Jack-Russell-Terrier, und Brüderchen Chucho, goldige vier Monate jung, waren mit dabei. Chucho heißt bewusst so wie Sunnys GZSZ-Rollenname – falls mal ein Ersatz für Sunny gebraucht werden sollte, so Astrid Harsch. Obwohl Sunny und Chucho von denselben Eltern stammen, unterscheiden sie sich bis auf die Fellfarbe. Kaspar ist übrigens auch ein gern und oft gebuchter tierischer Star, hat gerade das neue RBB-Weihnachtsmärchen „Der Prinz im Bärenfell“ abgedreht.

Von Ricarda Nowak

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