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Nachrichten Kultur Das ist los am Wochenende in Brandenburg
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12:55 19.01.2018
12 Cellisten in der Philharmonie Quelle: Peter Adamik
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Potsdam

Wer sich schon immer einmal einen Überblick über Instrumente aus 40 000 Jahren europäischer Musikgeschichte verschaffen wollte, sei die Sonderschau „Archæomusica“, von dem European Music Archaeology Project (EMAP) entwickelt, empfohlen. Die Schau begeisterte mittlerweile viele Besucher in vier europäischen Metropolen und ist nun als fünfter und letzter Ausstellungsstandort – und einziger in Deutschland – bis zum 27. Mai 2018 im Archäologische Landesmuseum Brandenburg in Brandenburg an der Havel zu sehen. Die Sonderausstellung lässt längst vergangene Klangwelten wieder ertönen und lädt ein, einstige Lebens- und Glaubenswelten aus einem musikalischen Blickwinkel zu betrachten. Den Besucher erwarten hochqualitative, spielbare Rekonstruktionen sowie zahlreiche originale Musikinstrumente, darunter auch einige aus der Mittleren Steinzeit.

Sport: Freunde des Winters können noch bis zum 26. 2. ihre Runden auf der 300qm² großen Eisbahn
direkt im Hafen in Potsdam vor dem Restaurant El Puerto ziehen. Direkt neben der Eisbahn werden kleine Speisen, Glühwein, fruchtiger Kinderpunsch und heiße Schoki angeboten. Die Eisbahn hat von Dienstag bis Freitag ab 14:00 Uhr geöffnet – Samstag und Sonntag bereits ab 10:00 Uhr und kann bis 21 Uhr und am Freitag und Samstag bis 21:30 Uhr befahren werden. Einen Schlittschuhverleih sowie die beliebten Helfer für Kinder, wie Pinguine oder Eisbären, gibt es vor Ort. Interessierte Schulklassen können die Vormittagsstunden von Dienstag bis Freitag reservieren.

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Freitag, 19. Januar 2017

Abdelkarim tritt am 19. Januar im Lindenpark in Potsdam auf. Quelle: Guido Schröder

Comedy: Abdelkarim hat sich oft gefragt, was er eigentlich ist: ein deutscher Marokkaner oder ein marokkanischer Deutscher? Mittlerweile weiß er es: Er ist ein Deutscher gefangen im Körper eines Grabschers. Abdelkarim hat sich aber um den Gesellschaftsteilnahmeschein bemüht und er hat es geschafft! Er ist der wichtigste Mann in Deutschland. Er ist der „Staatsfreund Nr. 1“! Von der Jugendkultur, über das Leben in der Bielefelder Bronx bis hin zu tagesaktuellen und gesellschaftspolitischen Themen spinnt Abdelkarim gleichermaßen irritierende wie feinsinnige Geschichten. Ist das nun Comedy oder Kabarett? Es ist vor allem eins: saukomisch. Zu sehen am 19. 1., 20 Uhr im Lindenpark Potsdam.

Theater: Hans-Otto-Intendant Tobias Wellemeyer hat sich Juli Zehs Bestseller “Unterleuten“ vorgenommen und inszeniert ihn als spannenden Krimi. Das Dorf in Brandenburg bezaubert nur auf den ersten Blick. Hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten auf, als Windräder aufgestellt werden sollen.

Doch es gibt ein Problem: Die Premiere am 19. 1., 19.30 im Potsdamer Hans-Otto-Theater ist leider schon ausverkauft – und die folgenden Termine auch. Daher an dieser Stelle der wichtige Hinweis: Ab dem 1. Februar gibt es Karten für die Vorführungen im März. Unbedingt vormerken!

Isabel Dörfler in "Sunset Boulevard", Staatstheater Cottbus Quelle: promo

Musical: Am 19. und 20. Januar gastiert das Staatstheater Cottbus mit Andrew Lloyd Webbers Musical „Sunset Boulevard“ im Kleist Forum in Frankfurt (Oder). Vor dem Hintergrund der glitzernden Traumfabrik Hollywood entwickelt sich ein spannender Thriller, in dessen Zentrum Norma Desmond steht, einst ein schillernder Stummfilm-Star. Für diese Rolle konnte Isabel Dörfler gewonnen werden, bekannt aus vielen deutschsprachigen Musicalproduktionen und als Solistin bereits europaweit in den größten Theatern und Konzerthäusern zu sehen.

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Samstag, 20. Januar 2018

„Call Me Later“ Quelle: promo

Musik: Eine der außergewöhnlichsten Rock-Bands der deutschen Musiklandschaft ist in Mal’s Scheune in Wiesenburg am 20. 1., 20 Uhr, zu Gast. Die musikalische Vielfalt der Band „Call me later“ hat Kritiker und Zuhörer schon gleichermaßen überrascht. Keiner vermag wirklich zu erahnen, was in den nächsten zehn Minuten passieren wird. Hard Rock, klassischer Rock n Roll, gefolgt von Country-Folk, mit einem Abstecher über Reggae, geradewegs zu melodiösen Pop-Songs, via Disco links ab zur Ballade. Die Zuhörer dürfen sich auf gutes Songwriting, Freude an der Bühnenperformance und eine knackige klassische Rockmusik-Besetzung freuen. Das sollte man sich nicht durch die Lappen gehen lassen.

Sprache: Woher stammt eigentlich das Sprichwort „durch die Lappen gegangen“? Das klärt sich am 20. Januar 2018, 14 Uhr in Schloss Königs Wusterhausen. Soviel sei schon mal verraten: Es hat mit Friedrich Wilhelm I. zu tun, der ein passionierter Jäger war und jedes Jahr mit seiner Gemahlin, Königin Sophie Dorothea, den zahlreichen Kindern sowie vertrauten Offizieren von Mitte August bis Anfang November nach Wusterhausen kam.

Fotografie: In geradezu unwirklichen poetischen Bildern zeigt der international bekannte Naturfotograf Klaus Tamm aus Wuppertal seine Sicht auf die kleinen und großen Wunder der Wildnis. Sein Anliegen ist es, die Menschen mit seinen Fotos für die Natur zu sensibilisieren und kunstvolle Fotos zu gestalten, die den Betrachter innehalten lassen. Seine zauberhafte Ausstellung „Märchenstunde“ ist bis zum 6. 3. In der Galerie im Treffpunkt Freizeit in Potsdam zu sehen. Geöffnet ist von Mo-Fr 8-21.30 und an Wochenende zu den Veranstaltungen.

Lesung: Bernt Armbruster und Manfred Gerber schreiben unter den Pseudonymen Ulrich Hutten und Robert Morgenroth Kriminalromane der etwas anderen Art. In ihrem Luther-Krimi geht es um Verbrechen, Machenschaften und Intrigen , die zur Lutherzeit wie in der Gegenwart spielen und ihre Zusammenhänge in einer verwirrenden Mischung aus Fiktion und Realität gegenseitig erhellen. Aus ihrem zweiten Paul- und Leonhard-Roman mit dem Titel „Gnade Gott. Oder: Die letzten Worte des Doktor Martin Luther“ liest Bernt Armbruster am 20. 1., 16.30 Uhr im Friedenssaal der Friedenskirchengemeinde in Potsdam. Erlöse aus dem Verkauf signierter Bücher kommen der Spendensammlung für die Sanierung der Friedenskirche zu Gute. Der Eintritt ist frei.

Handwerk: Wer dagegen den Frühling kaum erwarten kann, sollte dem Museum Schloss und Festung Senftenberg am 20. Januar einen Besuch abstatten. Dort bietet der Korbflechter Peter Lehmann aus Lübbenau den beliebten Workshop „Körbe selber flechten“ an. Die Teilnehmer lernen grundlegende Handwerkstechniken und flechten Blumenkörbe für die ersten Frühjahrsblüher, Halterungen für Gartenfackeln und dekorative Körbchen für drinnen und draußen.

Comedian Atze Schröder tritt am Samstag im Tempodrom in Berlin auf. Quelle: dpa

Comedy: Es gibt sie noch, die großen Sympathieträger unter den Promis. Die immer eine Hand am Puls des wahren Lebens haben und noch die Sprache der normalen Leute auf der Straße verstehen. Die stets Klartext reden. Wie Atze Schröder in seinem neuen Programm „Turbo“ am 20. 1., 20 Uhr im Tempodrom Berlin. Schließlich geht es um Antworten auf eine der großen Fragen unserer Zeit: Turbo oder Sauger? Die ewige Motorsportfrage hat unsere Gesellschaft längst in allen Bereichen heimgesucht und spaltet die Bevölkerung.

Tanz: Im Nikolaisaal in Potsdam gibt es heute einen beschwingten Streifzug durch die Welt des Tanzfilms. Weniger beschwingte Nachricht: Die Veranstaltung ist ausverkauft. ABER: Im Rahmen von „Unterwegs im Licht“ in Potsdam spielen die Dizzy Birds ab 22:15 Uhr im Foyer des Nikolaisaals.

Licht: Wer also später dem Swing von Dizzy Birds lauschen will, kann zunächst von den illuminierten Fassaden in Potsdams Innenstadt beeindrucken lassen. „Unterwegs im Licht“ heißt es am Samstag. Start der Veranstaltung ist um 16:30 Uhr an der alten Fachhochschule am Alten Markt. Dort eröffnet die wohl längste Galerie der Stadt. Und mit Einbruch der Dunkelheit beginnt das farbenfrohe Lichterspektakel in der Stadt. Dieses Jahr gibt es sogar ein kulinarisches Angebot. Übrigens: Parallel zur Lichter-Veranstaltung bieten die Potsdamer Hotels das Format „Erlebe Deine Stadt“ an. Hier können Potsdamer ihre Stadt aus touristischer Sicht erleben und zu besonderen Konditionen eine Übernachtung inklusive Frühstück und Abendessen in einigen Hotels.

Alle Infos zur Veranstaltung unter: www.potsdam.de.

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Sonntag, 21. Januar 2018

Wandern: Zu Gast am Deich, am Winterwald, in den Rhinower oder Kamernschen Bergen und nur umgeben von der Winterstille, dem eigenen Atem und dem Rhythmus im weißen Urelement. Bei der Schneeschuhwanderung am 21. Januar 2018, 11 Uhr im Havelland versuchen die Wanderer störungsfrei die Wintertiere wahrzunehmen: beerensuchende Seidenschwänze und überwinternde Singschwäne liefern Obertöne, auf denen es sich glücklich dahinstapfen lässt. Mit Anmeldung unter 0331/2004747

Familie: Mit dem Familienpass Brandenburg geht es vergünstigt in die Krokodilstation Golzow im Fläming. Hier erleben die Besucher Dschungelatmosphäre in der Mark. Elf Krokodile und 20 Wasserschildkröten sind in naturnahen Becken zu sehen. Im kleinen botanischen Garten gibt es tropische Nutzpflanzen. Erleben Sie, wie sich die Haut der Krokodile anfühlt, und erfahren Sie etwas über die Lebensweise und den Artenschutz dieser außergewöhnlichen Tiere. Mit Anmeldung.

Klassik: Am 21. Januar findet das erste „Rotary-Benefiz-Konzert für Kinder in Berlin“ im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin mit den „12 Cellisten der Berliner Philharmoniker“ statt. Der Erlös kommt schwer erkrankten Kindern zugute und fließt in die Vorbeugung gegen die Entwicklung von Sucht und Gewalt bereits im Kindergartenalter sowie in die Hilfe für Kinder und Jugendliche, die in Berlin auf der Strasse leben (offizielle Zahlen weisen über 2000 Kinder in Berlin aus), und in Kinderwohnprojekte

Auch der "Seiltänzer" von Trak Wendisch ist im Museum Barberini in der Ausstellung "Hinter der Maske. Künstler in der DDR"zu sehen. Quelle: dpa

Malerei: Das einjährige Jubiläum im Museum Barberini wird am 21. Januar als Barberini Friends Day gefeiert. Alle bisherigen Friends, die an diesem Tag ihre Karte um ein Jahr verlängern oder neue Friends werden und eine Barberini Friends oder Barberini Young Friends Karte erwerben, sind zu einem Glas Sekt ins Foyer eingeladen. Zudem werden von 11 bis 18 Uhr stündlich zusätzlich zwei kostenlose Führungen durch die Schau Hinter der Maske. Kunst in der DDR ausschließlich für die Friends angeboten.

Auch der Ausstellungskatalog Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne ist am Jubiläumstag mit einem Preisnachlass von 30% erhältlich. Mit der Jahreskarte kann man die Ausstellungen des Museums ein Jahr lang besuchen, so oft man möchte – mit sofortigem Einlass ohne Schlange stehen. Außerdem erhalten die Barberini Friends Einladungen zu speziellen Veranstaltungen oder den ersten Rundgang durch eine neue Ausstellung. Aktuell sind schon mehr als 37.000 Barberini Friend Karten verkauft worden. Nochbis zum 4. Februar ist die Ausstellung „Hinter der Maske. Künstler in der DDR“ z u sehen, Mi-Mo 10-19 Uhr und jeden ersten Do im Monat 10-21 Uhr.

Lesung: Der Landschaftsarchitekt und Schriftsteller Hermann Fürst von Pückler-Muskau war Zeit seines Lebens Herzensbrecher, charmanter Liebhaber oder intelligenter Briefpartner. Eine späte Flamme hatte der bereits 83-jährige in der erfolgreichen Romanschriftstellerin Eugenie Marlitt gefunden. Doch persönlich kamen sich die beiden nicht näher, vielmehr entstand eine rege Brieffreundschaft mit der um vierzig Jahre jüngeren Autorin. Hans-Jochen Röhrig und Marianna Linden lesen aus „Schöne und leider noch Unbekannte“ am 21. 1., 15 Uhr im Brandenburger Theater.

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Ausblick

Moderatorin Mo Asumang kommt am 25. Januar nach Potsdam. Quelle: Dpa

Und noch einen Tipp für nächste Woche: Die Afrodeutsche Moderatorin Mo Asumang wagte ein einzigartiges journalistisches Experiment. Mutig und entschlossen suchte sie die offene Konfrontation mit radikalen Hasspredigern: unter dreitausend Neonazis auf dem Berliner Alexanderplatz, bei einem Star-Anwalt, unter braunen Esoterikern, auf einer Neonazi-Dating-Plattform, ja sogar bei Anhängern des Ku-Klux-Klan in den USA. Sie begegnet Menschen, die sie hassen, und entlarvt sie dadurch. Der Film, der dabei entstand, „Mo und die Arier. Allein unter Rassisten und Neonazis“ wird am 25. Januar, 18 Uhr in der Potsdamer „Heinrich-von-Kleist“-Schule in der Friedrich-Ebert-Straße 17 gezeigt. Anschließend diskutiert Mo Asumang mit den Gästen.

Von Kathrin Ferchof

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