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Nachrichten Kultur Trauer um ermordete Kastellanin
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13:20 21.03.2018
Quelle: Michael Hübner
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Potsdam

Trauer und Fassungslosigkeit herrschen noch immer bei den Kollegen der am Freitag tot aufgefundenen Susanne Fontaine. Die 60-Jährige wurde in Berlin-Tiergarten Opfer eines Raubmords. Nach Medienberichten nahmen der oder die Täter ihr Handy mit. Die Kunsthistorikerin arbeitete seit Jahrzehnten bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. „1986 begann sie zunächst als Schlossführerin, erst im Schloss Charlottenburg, dann in Glienicke. Seit 1993 war sie dort Kastellanin und dafür verantwortlich, dass der gesamte Ablauf im Schloss reibungslos funktioniert“, erzählt Anke Berkhoff, Schlossassistentin und seit elf Jahren enge Kollegin von Susanne Fontaine. Am Fundort der Leiche hat sie mit weiteren Kollegen von Susanne Fontaine am Samstag eine Sonnenblume gepflanzt und einen Abschiedsbrief hinterlassen, in dem es heißt: „Wir vermissen Dich schmerzlich und trauern mit Deiner Familie und Deinen Freunden.“

Susanne Fontaine hat vor 22 Jahren mit Tanja Döhler die erfolgreiche Reihe „Konzerte im Schloss Glienicke“ ins Leben gerufen. Außerdem habe sie als Projektkoordinatorin die drei Luisenausstellungen organisiert, so Anke Berkhoff. „Sie hat Glienicke sehr geliebt und war hier sehr glücklich“. Gemeinsam mit der Familie bereitet die Stiftung eine Würdigung vor.

Von capa