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Kultur Traumvilla im Wachtraummodus
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16:33 13.05.2019
Olaf Hajek bei der Vernissage in der Villa Francke. Quelle: Varvara Smirnova
Potsdam

Eigentlich ist es ja nur folgerichtig, dass die Anna Jill Lüpertz Galerie mit Sitz in Berlins Potsdamer Straße einen ihrer Künstler auch in Potsdam ausstellt. Am Sonntagnachmittag bei herrlichem Sonnenschein waren die Tore der Villa Francke in der Gregor-Mendel-Straße wieder einmal weit geöffnet.

Passend zur märchenhaften Aura der Villa wurde den Besuchern vom Hausherrn und der Galeristin einiges geboten. Kunstfreunde jeder Couleur und Altersgruppe sowie etliche vierbeinige Begleiter erwarteten ein offenes Haus voller Bilder, ausreichend Auslauf im dazugehörigen Parkgelände sowie eine exquisite Versorgung mit Speisen und Getränken.

Erschwert war lediglich der Zugang zur Kunst. Bereits nach kurzer Zeit waren die prächtigen Innenräume mit den Bildern des Künstlers Olaf Hajek von ganzen Heerscharen von Kunstfreunden gefüllt, so dass der Blick auf die Bilder nur noch eingeschränkt möglich war. Trotzdem schoben sich immer neue Besucher neugierig und aufmerksam an den dicht gehängten Arrangements von Werkgruppen und Einzelbildern vorbei, um anschließend im weitläufigen Gartengelände zu diskutieren oder einfach zu plaudern. Hajeks Bilder bestechen durch ihre Farbpracht, Detailtreue und eine schier grenzenlose Fabulierfreude. Der 1965 in Rendsburg geborene Hajek studierte in Düsseldorf Grafik, Design und Illustration und ist wegen seines internationalen Erfolgs inzwischen zum Globetrotter geworden. Kein Wunder also, dass er seine Ausstellung „Travel the World and the Seven Seas“ genannt hat. Diese Aufforderung, die Welt und ihre sieben Meere zu bereisen, besangen ja schon die Eurythmics mit ihrem Welthit „Sweet Dreams“, und tatsächlich haben Hajeks Motive oft den Charakter von solch süßen Träumen.

Sein Bild „The Return“, also die Rückkehr, zeigt gleich eine ganze Bootsladung rätselhafter Gestalten, die in einem mysteriösen Zwitterlicht auf unbekanntem Gewässer heimwärts treiben. Die betont wundersame Anmutung der Szenerie ist der Mischung aus Fabelwesen und Symbolgestalten sowie dem eigentümlichen Gelb geschuldet, in das sie vom Künstler getaucht wurde.

In einem ähnlich zitronengelb gesättigten Licht badet sich auch „The Healer“. Der Heiler im Harlekinkostüm hat seine Hände auf den Kopf eines kleinen Mädchens gelegt und starrt dabei seltsam unbeteiligt ins Leere. Wie so oft scheinen auch hier die Protagonisten der Geschichten wie eingefroren, und so leben Hajeks Bilder hauptsächlich von ihrer großen Ästhetik und der Poesie ihrer Erzählungen.

Neben den gemalten Arbeiten des Künstlers zeigt die Ausstellung auch Beispiele angewandter Kunst, die in Zusammenarbeit mit einer bayerischen Textilfirma entstanden. Für diese Weberei entwarf Hajek ein Jahr lang unterschiedliche Motive, die nun ihre Wirkung auf Paravents, Hockern und Kissen entfalten. Der ausgestellte dreiteilige Paravent mit dem prächtigen floralen Kopfschmuck der dunkelhäutigen Dame und ihrem frühlingsschwangeren Blick animierte so manchen Besucher, unverzüglich in den von Sonnenhungrigen bevölkerten Garten zu streben, um dann dort einvernehmlich von dem Gesehenen weiter zu schwärmen.

Von Lothar Krone

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