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18:45 09.01.2020
Die Feldsteinkirche in Stegelitz (Uckermark) wird mit Kraft des ganzen Dorfes vor dem Verfall gerettet. Quelle: Andreas Winter
Potsdam

Das Land Brandenburg hat gut 13.900 Baudenkmale, zu den ältesten gehören die Klöster Lehnin, Zinna und Doberlug-Kirchhain, deren Entstehungszeit bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Eines der jüngsten Baudenkmale stellt die Braunkohle-Förderbrücke F60 in Lichterfeld (Elbe-Elster) aus dem Jahr 1988 dar.

Hinzu kommen rund 11.000 geschützte Bodendenkmale – das älteste sind Feuersteinwerkzeuge aus der Zeit des Neandertalers vor rund 130.000 Jahren, die im Braunkohletagebau Jänschwalde bei Cottbus gefunden wurden. Das jüngste Bodendenkmal ist ein Fluchttunnel unter den DDR-Grenzanlagen von 1961 in Glienicke bei Berlin.

Kulturministerin Manja Schüle (SPD) stellte beim Rückblick auf das Jahr 2019 zwei Denkmale in den Vordergrund, die mit viel Herzblut restauriert wurden. Beim einen handelt es sich um die Dorfkirche in Stegelitz (Uckermark), beim anderen um das alte Kaufhaus in Seelow (Märkisch-Oderland).

Förderungen der Denkmalhilfe 2019

120000 Euro: Stegelitz (Uckermark): Notsicherung der Dorfkirche.

100000 Euro: Luckenwalde, Instandsetzung der Hutfabrik.

88000 Euro: Demerthin (Prignitz), Sanierung des Schlosses.

80000 Euro: Frehne (Prignitz): Sanierung des Schäferhauses Frehne.

70000 Euro: Schenkendorf (Teltow-Fläming), Sanierung der Gruft von Familie von Loeben in der Kirche Schenkendorf.

62000 Euro: Genshagen (Teltow-Fläming), Sanierung des Schlosses.

60000 Euro:Cottbus, Wiederherstellung der Schlepptender Dampflokomotive „Graf Arnim“.

60000 Euro:Lüdersdorf (Teltow-Fläming), Sicherung und Sanierung des Vorlaubenhauses.

50000 Euro: Neuhausen (Spree-Neiße), Sicherung und weitere Sanierung des örtlichen Schlosses.

50000 Euro: Schönfeld (Prignitz): Zweiter Bauabschnitt Turmsanierung der evangelischen Kirche.

Andreas Winter, Vorsitzender des Vereins „Freunde der Feldsteinkirche Stegelitz“, erzählt: „Vor wenigen Jahren stand die Dorfkirche in Stegelitz buchstäblich vor dem Zusammenbruch. Ich freue mich, dass es uns 2017 gelungen ist, den Förderverein zu gründen – wir haben 130 Mitglieder, die Hälfte kommt aus unserem Dorf, das nur gut 200 Einwohner hat. Es gibt sogar ein Mitglied aus Amerika, das uns fördert. Der Mindestbetrag liegt bei sechs Euro, damit jeder mithelfen kann, nicht nur die Gutverdienenden. Die Leute merken, dass die Kirche als Zentrum unser Dorf zusammenhält. Hier treffen wir uns, es gibt eine hervorragende Akustik im Gemäuer, wir wollen eine Kirche der Chöre werden. Die Rettung der Kirche ist in vollem Gange, wir arbeiten in unserer Freizeit daran. Warum sollen wir auf Fernreise gehen? Wir haben doch die schönste Sehenswürdigkeit im Ort.“

Auch Jörg Schröder, Bürgermeister von Seelow, ist stolz auf die Bemühungen der Stadt mit ihren gut 6000 Einwohnern – es geht um keine Kirche, sondern um ein altes Kaufhaus. Sein Vorgänger sagte ihm: „Wenn du dir ein Denkmal schaffen willst, bring Leben ins Kaufhaus“. Ewig stand es leer, im Januar 2019 konnte es eröffnet werden. Zwölf Wohnungen und acht Gewerbeeinheiten haben Platz. Auch dieses Projekt zeigt: Nichts verbindet eine Gemeinde so innig wie die gemeinsame Arbeit an einem Schmuckstück.

Von Lars Grote

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