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Kultur Yoko Ono in der Volksbühne
Nachrichten Kultur Yoko Ono in der Volksbühne
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19:30 18.02.2013
Yoko Ono bei der Geburtstagsparty in der Volksbühne. Quelle: dpa
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BERLIN

Zu den prominenten Gratulanten auf der Bühne gehörte REM-Sänger Michael Stipe.

„Es gibt keinen Ort auf der Welt, den meine Mama so sehr liebt wie Berlin“, sagte Onos Sohn Sean Lennon. Als er ein Teenager war, habe sie ihm immer Musik von Kurt Weill wie die „Dreigroschenoper“ vorgespielt. „Ich habe die Volksbühne wegen Bert Brecht ausgesucht“, bestätigte die Witwe des Beatles John Lennon. Schon beim ersten Besuch in Berlin habe sie das Gefühl gehabt, einmal bereits hier gelebt zu haben. Sean Lennon scherzte, er habe eher an Hawaii als Ort der Geburtstagsfeier gedacht.

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Yoko Ono wurde am 18. Februar 1933 in Tokio geboren – sie wurde also eigentlich schon 80 am Sonntagabend Berliner Zeit. Von wegen Rock-Oma: Ihren gut einstündigen Auftritt meisterte Ono ungeachtet des stolzen Alters mit kräftiger Stimme und ihren traditionellen schrillen Schrei-Einlagen. „Wenn ich in meinen Songs schreie, ist es, als würde ich durch einen dunklen Tunnel zum Licht gehen“, erklärte sie.

Zunächst ließ sich Ono von ihrem Sohn behutsam auf die Bühne führen. Sobald die ersten Takte ihres alten Songs „It Happened“ einsetzten, brauchte sie aber keine stützende Hand mehr. Ganz in Schwarz und mit einem großen Zylinderhut tanzte die zierliche Ono zur Musik über die Bühne, lächelte, flirtete mit dem Publikum. Das Alter machte sich nur bemerkbar, wenn sie bei älteren Songtexten gelegentlich DIN-A3-Seiten konsultieren musste.

Sean Lennon, der mit langem Haar, Bart und Brille seinem Vater ähnlich sieht, verpasste der neu gebildeten Plastic Ono Band einen wuchtigen Rock-Sound. Die Songs bekamen durch die dröhnenden Gitarren und die explosiven Beats neue Energie. Der 37-jährige Lennon ist der unumstrittene Bandleader. Seine Gitarren klingen am lautesten, die Musiker achten auf seine Signale bei Improvisationen.

Ono sang alte Lieder wie „Mind Train“ und unveröffentlichte neue Songs. Bei „Yes, I'm A Witch“ bekam Ono Unterstützung von der in Berlin lebenden Sängerin Peaches. Das Geburtstagsständchen stimmten die Songwriter Rufus und Martha Wainwright an, begleitet von Sean Lennon am Klavier. Ganz am Ende des Konzerts trat Ono noch einmal allein vor das Publikum mit den Worten: „Ich wollte Ihnen nur noch einmal sagen, dass ich Sie liebe.“ (dpa)

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