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Kultur Zum Jubiläum gibt’s ein Mini-Bauhaus auf Rädern
Nachrichten Kultur Zum Jubiläum gibt’s ein Mini-Bauhaus auf Rädern
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15:32 08.01.2019
Jorinde Splettstösser (links) und Elsa Westreicher vom Savvy Contemporary Kunstraum unterhalten sich vor einer Miniatur des Werkstattflügels des Bauhaus-Gebäudes in Dessau-Roßlau. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
Berlin

Ein bewohnbares Mini-Bauhaus als Hingucker soll zum kritischen Nachdenken über Architektur, Gestaltung und gesellschaftliche Themen einladen. Zum 100. Bauhaus-Geburtstag hat der Berliner Kunstraum Savvy Contemporary die Miniatur des Werkstattflügels des Dessauer Bauhaus-Gebäudes aus einem Container entstehen lassen: 15 Quadratmeter dienen als Wohn- und Ausstellungsraum.

Zunächst macht die mobile „Wohnmaschine“ noch rund zwei Wochen in Dessau Station, wie eine Projektsprecherin berichtete. Danach werde sie in Berlin zur Eröffnung des Bauhaus-Jubiläumsjahres vor der Akademie der Künste zu sehen sein.

Das Mini-Bauhaus von innen. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa

Hintergrund des von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Projekts ist der Sprecherin zufolge, dass das Bauhaus-Jubiläum nicht nur aus musealen Aspekten bestehen soll. Politische und soziale Fragen würden gestellt und durch die Gestaltungsbrille betrachtet – von der Wohnraumproblematik bis zum Umgang mit dem kolonialen Erbe.

Eine neue Bauhaus-Schule aus Kinshasa?

Die beiden Kuratorinnen verstehen die Weltbevölkerung und sich als Erben des Bauhaus: „Wir, als Enkelkinder, egal auf welchem Teil der Erde, wurden mit großer Wahrscheinlichkeit in eine Bauhauswelt geboren. Wir sind ihre ,Erben’, ob wir es wollen oder nicht“, heißt es im Konzept.

Anknüpfend an die Bauhaus-Traditionen will der Kunstraum Savvy Contemporary sich mit einer neuen Gestaltungsschule, die sich ihrer kolonialen Struktur bewusst ist und gleichzeitig neue Formen des Gestaltens, des Alltags und Zusammenlebens entwickelt, auseinandersetzen. Die Entwicklung dieser neuen Schule soll aber in Kinshasa stattfinden. „Hier werden Akteur*innen der weitläufigen Kunst- und Designszene eine Schule gründen, die etablierte Formate und Pädagogik herausfordert – zu ihren eigenen Bedingungen, entsprechenden Philosophien, Ideen, Geschichten und Bedürfnissen“, so das Konzept.

Das Wesen der neuen Schule soll danach in Berlin mit 40 Studierenden aus Kinshasa erprobt werden. Ein nächster Halt ist im Oktober 2019 in Hongkong geplant.

Ziel sei auch, Ideen für eine neue Schule für Gestaltung zu sammeln. Dazu seien neben Dessau und Berlin auch Stationen in Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo und in Hongkong geplant. In Kinshasa sollen 40 Studierende am Mini-Bauhaus ergebnisoffen lernen. Welches Format am Ende steht, ist laut der Sprecherin offen – denkbar seien eine Summer-School, eine feste Institution oder auch Publikationen.

Von RND/goe/dpa

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