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Medien & TV Deutsche Serientäter – Spannende Krimis für den Seriensommer 2019
Nachrichten Medien & TV Deutsche Serientäter – Spannende Krimis für den Seriensommer 2019
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13:19 10.07.2019
Von links: Charlotte Doppler (Karoline Eichhorn) in „Dark“, Jan Haroska (Manfred Zapatka) und Leo Martens (Barnaby Metschurat) in „KDD – Kriminaldauerdienst“, Harry „Hol schon mal den Wagen“ Klein (Fritz Wepper), Oberinspektor Stephan Derrick (Horst Tappert) in „Derrick“. Quelle: Netflix, dpa (2)
Hannover

Die Sender machen Sommerpause, was soll man fernsehen? Das RedaktionsNetzwerk Deutschland gibt in loser Folge Tipps, wie man die schalen Wiederholungswochen des TV-Jahres mit starken Serien füllen kann – einer Neuheit, einem Geheimtipp, einem Klassiker. Diesmal ist Krimizeit angesagt – wobei „Dark“ nach einem Krimiauftakt starke Mysterytendenzen aufweist.

Die Neuheit: „Dark“ – 2. Staffel

Ein Mord passiert in der (fiktiven) Kleinstadt Winden. Die beiden Polizisten Charlotte Doppler (Karoline Eichhorn) und Ulrich Nielsen (Oliver Masucci) ermitteln.

Noch düsterer kann eine Serie wohl kaum beginnen. In den ersten Einstellungen sieht man, wie sich Michael Kahnwald (Sebastian Rudolph) in seiner Wohnung erhängt. Doch damit nicht genug: Ein Junge verschwindet, ein weiterer wird tot aufgefunden – mit starken Verbrennungen an Augen und Schläfen.

Mit jeder Folge ziehen einen die beiden „Dark“-Serienschöpfer Baran bo Odar und Jantje Friese immer tiefer in ihren verstörenden Mix aus Krimi, Mystery und Science-Fiction. Wie keine deutsche Serie zuvor punktet diese Netflix-Produktion mit bombastischen Bildern, irren Wendungen und nervenzerrender Tonspur.

Anderthalb Jahre mussten die „Dark“-Fans auf die zweite Staffel warten, die am 21. Juni veröffentlicht wurde. Erneut geht es um Morde, Zeitreisen und ein Atomkraftwerk. Man weiß zwar (noch) nicht, wie, aber alles ist miteinander verbunden.

„Dark“ ist bei Netflix zu sehen.

Der Geheimtipp: „KDD – Kriminaldauerdienst“

Ein Mord passiert im Berliner Bezirk Kreuzberg. Die beiden Kommissare Jan Haroska (Manfred Zapatka) und Kristin Bender (Saskia Vester) ermitteln.

Als „KDD – Kriminaldauerdienst“ über eine (fiktive) Polizeieinheit 2007 anlief, war Serienschöpfer Orkun Ertener seiner Zeit leider ein paar Jahre voraus. Bis dahin sahen ZDF-Freitagskrimis vornehmlich klassisch so aus: ein Mord und drei Verdächtige, von denen einer der Täter war. Doch Ertener stellte nicht die Lösung eines Kriminalfalls in den Mittelpunkt, sondern führte eine horizontale Erzählweise ein.

Den übergeordneten Handlungsbogen – ein Korruptionsfall innerhalb der Polizei – zog er über drei Staffeln. Seine überwiegend zwiespältig gezeichneten Charaktere und die ungewöhnliche Dramaturgie brachten dem „KDD“ mehrere Preise und viel Kritikerlob ein. Doch die Zuschauerzahlen blieben weit hinter den Erwartungen des ZDF zurück, sodass die Serie 2010 vorzeitig eingestellt wurde.

„KDD – Kriminaldauerdienst“ ist auf DVD erhältlich.

Der Klassiker: „Derrick

Ein Mord passiert im Villenviertel von München. Die beiden Inspektoren Stephan Derrick (Horst Tappert) und Harry Klein (Fritz Wepper) ermitteln .

Mit dem „Derrick“-Schauspieler Horst Tappert verhält es sich ein bisschen wie mit Michael Jackson – die richtig heftigen Enthüllungen geschahen erst posthum. So war Ersterer in der Waffen-SS, während Letzterem schwerer sexueller Missbrauch in mehreren Fällen vorgeworfen wird. Erst fünf Jahre nach seinem Tod im Jahr 2008 war die Mitgliedschaft Tapperts bei der Schutzstaffel bekannt geworden. Das ZDF stoppte daraufhin ab 2016 sämtliche „Derrick“-Wiederholungen. Ungeachtet dessen ist die Krimireihe aus München bis heute die meistverkaufte deutsche Serie und wurde weltweit in mehr als 100 Ländern ausgestrahlt.

Als die erste „Derrick“-Folge im Oktober 1974 ausgestrahlt wurde, wurde sie von den Kritikern verrissen. Vor allem bemängelt wurde, dass der Mörder von Anfang an bekannt war und der Zuschauer dem Kommissar nur dabei zuschauen konnte, wie er dem Täter auf die Schliche kam. Dieses Schema war bereits drei Jahre zuvor erfolgreich in Amerika eingeführt worden: in der Serie „Columbo“ mit Peter Falk.

Derrickist auf DVD erhältlich.

Von Thomas Kielhorn

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