Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Medien & TV ZDF-Krimi: Kaltes Grauen in Kellenhusen
Nachrichten Medien & TV ZDF-Krimi: Kaltes Grauen in Kellenhusen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:13 08.01.2019
Heino Ferch in „Die verschwundene Familie“ als Hamburger Kommissar Kessler ist nach einigen Jahren wieder wegen eines Falles an der Ostsee. Quelle: dpa
Hamburg/Kellenhusen/Hohwacht

Heino Ferch, einer der bekanntesten deutschen Schauspieler, war mit dem ZDF in Kellenhusen unterwegs und hat dort den Krimi „Die verschwundene Familie“ gedreht. Der ostholsteinische Ort wurde dafür kurzerhand in Nordholm umbenannt. Passte wohl besser zur Geschichte. In dieser geht es um einen jungen Familienvater, der am Ostseestrand gefunden wird – tot. Seine Frau und seine Tochter sind verschwunden. Der kleine Sohn läuft traumatisiert durch das leere Haus. Es bestehe „die Möglichkeit, einen erweiterten Suizid in Erwägung zu ziehen“, analysiert kühl der Hamburger Kommissar Simon Kessler. Eben dieser wird von Heino Ferch gespielt.

Gedreht wurde auch in Lütjenburg und Hohwacht

Die Dreharbeiten in Kellenhusen liegen bereits einige Monate zurück. Im Sommer 2017 war das Filmteam dort und in anderen Orten wie Lütjenburg, Hohwacht (Kreis Plön) sowie im Herzogtum Lauenburg im Einsatz. Der Seebrückenvorplatz von Kellenhusen, äh Nordholm, wurde für die Geschichte zu einem videoüberwachten Parkplatz (die LN berichteten). Bereits 2014 waren Heino Ferch und seine Schauspielkollegen mit einer Crew in der Region unterwegs. Damals filmten sie „Tod eines Mädchens“. Der Krimi ist der Vorgänger von „Die verschwundene Familie“.

Im aktuellen Werk zweifelt Simon Kesslers Kollegin Hella Christensen (Barbara Auer) an der Selbstmordthese. Schließlich seien ihre Nachbarn, die Thomsens, eine ganz normale Familie. Kein Grund also, Selbstmord zu vermuten. Die Nachforschungen der ungleichen Ermittler, aber auch ihre persönliche Probleme und Schwierigkeiten untereinander, sind das Fundament des dreistündigen Zweiteilers. Spürbar von der gesellschaftspessimistischen Tradition skandinavischer Krimis inspiriert, war Thomas Berger („Allmen“-Fälle mit Heino Ferch) für Drehbuch und Regie verantwortlich. Berger sagt: „Wir wollen erzählen, welche Auswirkungen das Verbrechen auf Nordholm und seine Einwohner hat. Wir haben also erneut den berühmten Stein ins Wasser geworfen und dabei zugeschaut, welche Ringe er an der Oberfläche zieht“, sagte der Autor und Regisseur dem ZDF.

Ostholstein wird regelmäßig zur Filmkulisse

Dass sich Filmcrews für Ostholstein als Drehort entscheiden, ist keinesfalls neu. Am bekanntesten dürften sicherlich die ZDF-Küstenwache sein. Diese wurde ab 1996 gedreht. 3,5 bis 4,1 Millionen Zuschauer schalteten regelmäßig ein. Dennoch gab das ZDF 2014 das Aus der Produktion bekannt. Bereits ein Jahr zuvor begannen in Altenkrempe die Dreharbeiten zur „Kripo Holstein“. Die Vorabendserie lief nur ein knappes Jahr und wurde dann eingestellt.

Auch Axel Milberg war schon da

Keine Serie, sondern ein Einteiler, genauer gesagt ein „Tatort“, wurde im Frühjahr 2017 auf dem Graswarder in Heiligenhafen und auf Fehmarn gedreht. Axel Milberg und Christina Paul waren dabei. Das bekannte blau-weiße Haus direkt am Strand musste für einen Mord herhalten. Für Milberg war es keinesfalls der erste Dreh in Ostholstein. Im Oktober 2016 stand er schon einmal im Kreis vor der Kamera, und zwar in Dahme. Den Ort hatten Filmproduzenten als TV-Kulisse für das Drama „Eine gute Mutter“ ausgewählt. Mit von der Partie waren Judy Winter und andere Stars wie Petra Schmidt-Schaller und Mina Tander. Dabei wurden das ehemalige Haus des Gastes, ein Hotel, aber auch ein Friseursalon, eine Arztpraxis und ein China-Imbiss zu Filmsets. Darüber hinaus wurde Ostholstein für die beim Fernsehpublikum seit 2014 sehr angesagte Krimireihe „Nord bei Nordwest“ immer mal wieder für die eine oder andere Szene zum Filmstudio. Vor allem auf der Insel Fehmarn sind Produzenten und Schauspieler wie die Hauptdarsteller Hinnerk Schönemann und Henny Reents häufig zu Gast.

Der zweite Teil des Ostsee-Krimis läuft am Dienstag, 8. Januar um 20.15 Uhr im ZDF.

Von RND/Sebastian Rosenkötter

Joe Wrights „Wer ist Hanna?“ um eine kindliche Killerin war eines der Kinohighlights des Jahres 2011. Jetzt kommt eine Serie zum Thriller. Im März startet „Hanna“. Die hierzulande noch unbekannte Schauspielerin Esme Creed-Miles übernimmt die Rolle, die im Kino Saoirse Ronan („Am Strand“) spielte.

07.01.2019

Den Epilog einer Dynastie erfindet „Mad Men“-Schöpfer Matthew Weiner selbst. In seiner neuen Serie „The Romanoffs“ (streambar ab Freitag, 11. Januar) erzählt das Fernseh-As mit vielen Weltstars von echten und eingebildeten Romanow-Nachfahren.

07.01.2019

Die jüngsten Zuschauer sollen bei KiKa öfter in der ersten Reihe sitzen. Versprochen wird „richtig viel Party“. Aber auch die digitalen Veränderungen des Fernsehens beschäftigen die Macher des Erfurter Kinderkanals.

07.01.2019