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Medien & TV Prozess – Rebel Wilson siegt gegen Bauer-Konzern
Nachrichten Medien & TV Prozess – Rebel Wilson siegt gegen Bauer-Konzern
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12:51 15.06.2017
Grund zur Freude: Rebel Wilson hat, das wurde von einem Gericht in Melbourne jetzt bekräftigt, nicht über persönliche Daten gelogen. Quelle: dpa
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Hannover/Melbourne

Die Hollywood-Schauspielerin Rebel Wilson („Pitch Perfect“, „Brautalarm“) hat sich vor Gericht erfolgreich gegen Lügen-Vorwürfe zur Wehr gesetzt. Eine sechsköpfige Jury setzte Wilson einstimmig ins Recht. Der deutsche Medienkonzern Bauer muss der
37-jährigen Australierin nun Entschädigung zahlen, wie das Gericht am Donnerstag, 15. Juni, in Melbourne entschied. Die Höhe wird erst noch festgelegt.

„Sieg für jeden, der bösartig runtergemacht wurde“

In dem Prozess ging es um eine Serie von Artikeln, die 2015 in australischen Bauer-Zeitschriften wie „Women’s Weekly“ und „OK“ erschienen waren. Darin wurde Wilson unterstellt, über ihren Namen, ihr Alter und ihre Herkunft gelogen zu haben. Angeblich entgingen ihr dadurch auch Sprechrollen in Hollywood-Produktionen wie „Trolls“ und „Kung Fu Panda 3“. Von einem „langen und harten Kampf“ sprach Wilson, und von einem „Sieg für jeden, der bösartig runtergemacht“ werde.

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Die 1980 im australischen Sydney geborene Wilson hatte schon eine erfolgreiche Theater- und TV-Karriere in Australien hinter sich, als sie in Hollywood reüssierte. Als quirlige Wuchtbrumme feierte sie 2011 ihren Durchbruch mit der Komödie „Brautalarm“, es folgten die rollenmäßig ähnlich gelagerten Komödienhits „Die Trauzeugen“ (2011), „Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“ (2012) und die beiden „Pitch Perfect“-Streifen (2012 und 2015), deren dritte Folge fast fertiggestellt ist, und am 21. Dezember in die deutschen Kinos kommen soll.

Wilson bereitet Komödie mit Anne Hathaway vor

Hollywood-Workaholic Wilson befindet sich derzeit in Vorbereitungen auf die Komödie „Nasty Women“, in der sie die Hauptrolle neben Anne Hathaway spielt. Dabei handelt es sich um die Neuverfilmung von Frank Oz’ Kultkomödie „Zwei hinreißend verdorbene Schurken“ (1988) über zwei von Steve Martin und Michael Caine gespielte Hochstapler, die auf Kosten einer scheinbar unbedarften Frau einen Revierstreit austragen. Für 2019 ist bei Wilson die Fantasykomödie „Isn’t it Romantic?“ geplant, in der sie als liebesferne junge Frau plötzlich – an der Seite von Liam Hensworth – in einer romantischen Komödie gefangen ist.

Keine Obergrenze für Schadensersatz

Die Bauer Media Group hat ihren Sitz in Hamburg. In Australien vertreibt sie auch Titel wie „Elle“, „Cosmopolitan“ und „Harper’s Bazaar“. Der Konzern kündigte am Donnerstag an, die weiteren juristischen Optionen zu prüfen. Denn wiewohl Schmerzensgeld im australischen Bundesstaat Victoria auf 400 000 Dollar begrenzt ist, sind bei Schadensersatz für entgangenen Verdienst deutlich höhere Summen möglich.

Von big/dpa/RND