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Ostdeutschland Junge (2) stürzt von Seebrücke: Das sagt die Mutter (34) zum Ablauf des Unfalls
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Junge (2) stürzt von Seebrücke: Das sagt die Mutter (34) zum Ablauf des Unfalls

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22:36 23.07.2021
Rettungseinsatz über der Zinnowitzer Seebrücke. Der Hubschrauber kommt, um Mutter und Sohn ins Krankenhaus zu fliegen.
Rettungseinsatz über der Zinnowitzer Seebrücke. Der Hubschrauber kommt, um Mutter und Sohn ins Krankenhaus zu fliegen. Quelle: Alexander Loew
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Zinnowitz

Nach dem dramatischen Rettungseinsatz in Zinnowitz auf der Insel Usedom, bei dem ein Junge (2) von der Seebrücke stürzte und die Mutter in Panik hinterher sprang, meldet sich die Frau nun selbst aus dem Krankenhaus zu Wort. Sie widerspricht den Aussagen von Landkreis-Sprecher Achim Froitzheim, wonach sie das Kind vor dem Fall aufs Geländer gesetzt habe.

„Niemals würde ich mein Kind auf die Brüstung setzen. Ich bin mit meinen Kindern (10, 2) ein Stück auf die Seebrücke gelaufen, um ein Foto vom Sonnenuntergang zu machen. Meine beiden Söhne standen vor dem Geländer. Der Größere ging wegen des Größenunterschieds in die Hocke. Sein kleiner Bruder machte das nach, verlor das Gleichgewicht und stürzte zwischen den Balken nach unten“, schildert sie gegenüber der Bild-Zeitung den Hergang des Unfalls.

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Damit decken sich diese Aussagen mit Berichten von Ersthelfern gegenüber der Ostsee-Zeitung wenige Minuten nach dem Sturz. Diese schilderten noch am Donnerstagabend, dass der Junge in der Hocke das Gleichgewicht verlor und unter dem ersten Balken hindurchrutschte.

Polizeisprecherin Katrin Kleedehn (33) von der Polizeiinspektion Anklam sagte: „Uns liegen keine Zeugenaussagen vor, wie sich der Vorfall genau ereignet hat. Es werden aber keine Ermittlungen wegen Verletzung der Aufsichtspflicht geführt.“

Die Mutter erlitt schwere Fußverletzungen, als sie ihrem kleinen Sohn hinterher sprang und wurde mit dem Helikopter ins Krankenhaus geflogen. Der Zweijährige wurde ebenfalls zur Sicherheit ins Krankenhaus geflogen. Der Junge hat den Sturz wie durch ein Wunder fast unbeschadet überlebt. Allerdings bestand für ihn trotz des flachen Wasser zunächst die Gefahr zu ertrinken, schätzte Landkreis-Sprecher Froitzheim ein. Das Kind wurde aber schnell von Ersthelfern aus dem dort etwa 50 Zentimeter hohen Wasser gezogen.

Von Hannes Ewert