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Panorama Abkühlung in Sicht? So geht der Super-Sommer weiter
Nachrichten Panorama Abkühlung in Sicht? So geht der Super-Sommer weiter
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15:46 03.08.2018
Maispflanzen bekommen durch die Hitze bereits braune Blätter. Quelle: Oliver Berg/dpa
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Berlin

Was haben sich die Menschen im Mai noch über den warmen Frühling gefreut, war doch der Sommer im vergangenen Jahr mit viel Regen und eher mittelmäßigen Temperaturen dürftig. Nun, bald drei Monate später, dauert der Super-Sommer an, bricht Hitzerekorde – und hinterlässt Spuren. Waldbrände, Risse in den Straßen und Landwirte, die hohe Verluste fürchten, das sind nur einige der Dürre-Folgen, und die zeichnen sich europaweit ab.

Meteorologen erwarten einen Jahrtausendsommer, der den bisherigen Rekordhalter aus dem Jahr 2003 Konkurrenz macht. Die große Hitze vor 15 Jahren erreichte in Frankreich und Italien Spitzentemperaturen von bald 50 Grad, wie der „Spiegel“ erinnert – und kostete Tausenden das Leben.

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Um einen Hitzschlag zu vermeiden, gibt es zahlreiche Tipps von Experten – die Mittagssonne vermeiden und viel trinken etwa sind die bekanntesten. Twitter-Nutzer hingegen beweisen mal wieder Humor und versuchen sich derweil mit #Abkühlungsfilmen durch die heißen Tage zu retten.

Waldbrände und Ernteausfälle treffen auf volle Freibäder, das ist die Hitzewelle 2018.

Strömten anfangs noch zahlreiche Menschen für das Sonnenbad ins Grüne und kühlten sich vor allem am See oder am Meer ab, so dürfte sich ihre Freude über die anhaltende Hitzewelle so langsam getrübt haben: Die Temperaturen begünstigen Bakterienansammlungen, Blaualgen und immer häufiger werden Quallen und Haie in der Nähe von Badestränden gesichtet. Die Folge sind Badeverbote. Die Zahl der Badetoten ist zudem in diesem Jahr besonders hoch.

Wenn der See und das Meer tabu sind, dann profitieren vor allem Freibad-Betreiber. Sie gehören zu den Gewinnern der Hitzewelle, genauso wie Brauereien und Eisdielen. So wird auch die Trinkwasserversorgung die Dürre überstehen – eine Sorge weniger.

Das legendäre Metal-Festival in Wacken muss dieses Jahr ohne Schlammschlacht auskommen, dafür fährt die Festivalgemeinde am Sonntag wohl glücklich und braun gebrannt wieder nach Hause. Obwohl die Temperaturen zum Sonntag und am Anfang der kommenden Woche etwas sinken sollen, wird das strahlende Sommerwetter im August vorerst anhalten. Laut Meteorologen ist erstmal keine Abkühlung in Sicht.

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Von RND/lf

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