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Panorama Bakterien in Milch: Rückruf bei Aldi, Edeka, Lidl, Netto, Real und Rewe
Nachrichten Panorama Bakterien in Milch: Rückruf bei Aldi, Edeka, Lidl, Netto, Real und Rewe
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13:25 11.10.2019
Rückruf von zahlreichen Milchpackungen. Quelle: picture-alliance/dpa/imago images/Science Photo Library/Montage RND

Wegen möglicher Bakterienbelastungen rufen die Molkereigenossenschaften Deutsches Milchkontor (DMK) und Fude + Serrahn Milchprodukte zahlreiche Milchmarken zurück. Konkret gehe es um den Artikel frische fettarme Milch mit 1,5 Prozent Fett (1 Liter). Die Milchpackungen wurden in vielen deutschen Supermärkten verkauft. Die Keimbelastung könne „zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Durchfall führen“.

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„Im Rahmen von Routinekontrollen wurde bei einzelnen Artikeln eine Belastung mit dem Bakterium Aeromonas hydrophila/caviae festgestellt“, heißt es in einer auf dem Internetportal Produktrückrufe.de veröffentlichten Mitteilung.

Ursache der Verunreinigung soll eine defekte Dichtung in einer Produktionsanlage sein: "Die Ursache für die Verunreinigung wurde zweifelsfrei identifiziert und zwischenzeitig behoben", heißt es in einer Mitteilung des Herstellers, aus der "Focus Online" zitiert.

Expertin warnt: „Auf keinen Fall trinken“

Die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen, Sonja Pannenbecker, warnte vor dem Trinken der Milch: „Verbraucherinnen und Verbraucher sollten diese auf keinen Fall trinken und können die gekauften Verpackungen im Laden zurückgeben.“ Aeromonas hydrophila und Aeromonas caviae sind zwei Arten einer eng verwandten Gruppe, von Fachleuten Gattung genannt. Aeromonas-Arten sind typischerweise in Süß- und Brackwasser zu finden. Zur Gruppe gehören mehrere toxinbildende Erreger, die Krankheiten bei Menschen und bestimmten Tieren, etwa Fischen, verursachen können.

Für den Menschen ist vor allem Aeromonas hydrophila von Bedeutung. Sind Lebensmittel mit den Bakterien verunreinigt, kann das schwere Durchfallerkrankungen zur Folge haben. Vor allem bei abwehrgeschwächten Menschen sind auch Haut- oder Weichteilinfektionen sowie Entzündungen der Knochen oder des Knochenmarks möglich, etwa wenn die Keime in eine Wunde gelangen. Die Infektionen lassen sich mit Antibiotika behandeln, allerdings breiten sich, wie bei anderen Bakteriengruppen auch, zunehmend resistente Stämme aus.

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Diese Milchpackungen sind vom Rückruf betroffen

Betroffen seien im gesamten Bundesgebiet ausschließlich folgende Marken mit dem Genusstauglichkeitskennzeichen „DE NW 508 EG“ sowie den jeweils angegebenen Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD):

  • Aldi Nord: Milsani Frische Milch 1,5 % Fett mit den MHD 15.10.2019 / 18.10.2019 / 20.10.2019
  • Aldi Süd: Milfina Frische Milch 1,5 % Fett mit den MHD 10.10.2019 / 14.10.2019,
  • Bartels-Langness: Tip Frische Milch 1,5 % Fett mit den MHD 14.10.2019 / 15.10.2019 / 18.10.2019 sowie Hofgut Frische Milch 1,5 % Fett mit den MHD 18.10.2019
  • Edeka: Gut & Günstig Frische fettarme Milch ESL 1,5 % Fett (1 Liter) mit den MHD 14.10.2019 / 16.10.2019 / 18.10.2019 / 20.10.2019
  • Kaufland: K-Classic Frische Milch 1,5 % Fett mit den MHD 14.10.2019 / 15.10.2019 / 18.10.2019
  • Lidl: Milbona Frische Milch 1,5 % Fett mit den MHD 13.10.2019 / 14.10.2019 / 16.10.2019 / 18.10.2019
  • Metro: Aro Frische Milch 1,5 % Fett mit den MHD 15.10.2019 / 18.10.2019
  • Netto Marken-Discount: Gutes Land Frische fettarme Milch länger haltbar 1,5 % Fett (1 Liter) mit den MHD 14.10.2019 / 15.10.2019 / 16.10.2019 / 18.10.2019 / 20.10.2019
  • Real: Tip Frische Milch 1,5 % Fett mit den MHD 14.10.2019 / 15.10.2019 / 18.10.2019
  • Rewe: Ja! Frische Milch 1,5 % Fett mit den MHD 14.10.2019 / 15.10.2019 / 18.10.2019 / 20.10.2019

Die belieferten Handelsunternehmen hätten die Ware bereits vorsorglich aus dem Handel genommen. Verbraucher, „die einen der angegebenen Artikel gekauft haben, erhalten auch ohne Vorlage des Kassenbons eine Erstattung des Kaufpreises in ihren Einkaufsstätten“, heißt es weiter. Verbraucheranfragen beantworte der Kundenservice unter der Hotline (0251) 26567371 oder per E-Mail unter dmk@buw.de. Artikel mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten sowie Artikel mit gleichem Mindesthaltbarkeitsdatum, aber anderem Identitätskennzeichen seien nicht betroffen.

Die DMK Group verarbeitet nach eigenen Angaben mit rund 7700 Mitarbeitern Milch an mehr als 20 Standorten unter anderem in Deutschland und den Niederlanden. „Als einer der größten Lieferanten des deutschen Lebensmitteleinzelhandels und mit einem Umsatz von 5,6 Milliarden Euro gehört die DMK Group europaweit zu den führenden Unternehmen der Milchwirtschaft“, hieß es von dem Unternehmen.

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