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Panorama Embryos vertauscht: Frau bekommt nach künstlicher Befruchtung die Zwillinge eines anderen Paares
Nachrichten Panorama Embryos vertauscht: Frau bekommt nach künstlicher Befruchtung die Zwillinge eines anderen Paares
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17:40 09.07.2019
Nackte Babybeine von Zwillingen. Quelle: Patrick Pleul/dpa
New York

Für ein Ehepaar aus New York war es die schönste Nachricht. Nach sieben Jahren vergeblicher Versuche und dem Gang zu einer Fruchtbarkeitsklinik erwartete das gebürtig aus Asien stammende Paar Zwillinge. Doch aus dem größten Wunschtraum wurde ein Alptraum. Laut der Klage des Paares vor dem Obersten Gerichtshof von Manhattan hatten die Ärzte einer Fruchtbarkeitsklinik in Los Angeles der Mutter die falschen Embryos eingepflanzt – was sie erst nach der Geburt erfuhr.

Laut der Gerichtsakten hatte sich das kinderlose Paar im Januar 2018 an die Spezialisten gewandt. Diese konnten nach Monaten der Behandlung durch Vitamine und spezielle Medikamente acht Embryos aus den befruchteten Eiern der Frau mit der Invitro-Methode zeugen. Sie setzten der Frau einen der Embryos ein, die restlichen wurden eingefroren. Doch die werdende Mutter erlitt eine Fehlgeburt. Im August 2018 wurden ihr gleich zwei weibliche Embryos, die eingefroren gewesen waren, eingesetzt.

Eltern wurden nach der Geburt gezwungen, die Babys abzugeben

Diesmal wurde die Patientin schwanger. Laut Gerichtsakten war das Ehepaar überglücklich – trotz der Kosten von bis dahin bereits 100.000 Dollar und des merkwürdigen ersten Ultraschalltests. Der zeigte nämlich, dass die Frau zwei Jungen und nicht zwei Mädchen erwartete. Laut Klage versicherten die Ärzte, dass die Ultraschall-Bilder oft keine definitiven Aussagen über das Geschlecht von Babys machten und dass es auf jeden Fall Mädchen werden würden.

Die Geburt am 30. März per Kaiserschnitt bewies dann das Gegenteil. Die schockierten Eltern erfuhren noch im Kreißsaal, dass sie zwei Jungen bekommen hatten. Und es wurde noch traumatischer: „Die Babys waren eindeutig nicht asiatischer Herkunft. Genetische Tests ergaben, dass die Kinder nicht einmal miteinander verwandt waren“, heißt es in der Klageschrift.

Nach der Geburt wurden die jungen Eltern dann gezwungen, ihre Babys an die inzwischen gefundenen leiblichen Eltern abzugeben. Sie waren ebenfalls Kunden der Fruchtbarkeitsklinik. Laut der Anwälte des Klägerpaares erlitten beide ein „unvorstellbares seelisches und emotionales Trauma, von dem sie sich niemals ganz erholen werden“. Sie werfen den beiden Betreibern der Klinik schwere Fahrlässigkeit und Betrug vor und verlangen einen Schadensersatz in noch nicht genannter Höhe.

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Von RND/sin

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