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Panorama Erstochene Maria: Jetzt spricht ihre Mutter
Nachrichten Panorama Erstochene Maria: Jetzt spricht ihre Mutter
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19:16 30.03.2019
Die 18-jährige Maria wurde getötet. Einen Verdächtigen gibt es noch nicht. Quelle: Facebook: Maria Kanabaja
Usedom

So viel Kummer, so viel Schmerz: Das Gesicht von Steffi K. spricht Bände. Am 19. März hat sie ihre Tochter Maria K. verloren. Die 18-Jährige war erstochen in ihrer Wohnung in Zinnowitz auf Usedom gefunden worden. Seitdem ist für die 46-jährige Steffi K. nichts mehr so wie es war ...

Eigentlich möchte sie überhaupt nichts mit der Presse zu tun haben. „Ich traue niemanden Fremdes mehr. Aber ich möchte einmal den Zinnowitzern und vielen, die mir beistehen, erzählen, wie es um mich und meine Familie steht“, erzählte sie der „Ostsee-Zeitung“. Der Zeitung vertraut sie, zumal ihre Eltern seit vielen Jahren die Zeitung morgens um 3 Uhr austragen.

Mutter ist sehr krank

„Ich wohne seit viereinhalb Jahren in Zinnowitz, bin von Stralsund hierher gezogen, denn mit den Männern hatte ich kein Glück. Das CJD [Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands, Anm. der Red.] betreut mich und meine Kinder. Ich habe eine sehr liebevolle Familienhelferin, und die Kinder haben sich alle gut entwickelt“, erzählt Steffi K. Während sie spricht, hält sie ein kleines Plüschmonster fest in den Händen. Ein Ohr ist ein bisschen ausgefranst, ein Auge fehlt.

Das Plüschtier gehörte Maria. „Wir haben es bei einem Stadtbummel in Stralsund gekauft. Sie hat es sehr geliebt“, sagt sie leise. Das Plüschtier begleite sie, seit man ihr die erschütternde Nachricht überbracht habe, dass Maria getötet wurde. Da sei es noch viel dunkler geworden, als es so schon manchmal für sie sei. Steffi K. leidet seit vielen Jahren an schweren Depressionen und weiteren Einschränkungen, muss starke Medikamente nehmen. Nach Marias Tod musste sie in eine Klinik gebracht und medizinisch versorgt werden.

Eine Bekannte hatte die 18-Jährige am 19. März tot in ihrer Wohnung entdeckt. Ihr Körper wies eindeutige Stichverletzungen auf. Seither ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei unter Hochdruck, einen Verdächtigen gibt es in dem Fall noch nicht. Die Ermittlungen konzentrierten sich zunächst auf uf das Umfeld des Opfers, das sehr groß und weit verzweigt sei.

Maria hätte mich bald zur Oma gemacht“

„Ich weiß noch, welches Glück ich empfand, als ich mit 29 Jahren endlich mit Maria schwanger war. Meine Eltern und meine Oma, bei der ich oft war, haben sich alle gefreut. Sie war so ein schönes Baby“, erinnert sich die Mutter. Um so schwerer sind nun die Tage für sie. „Ich wäre durch Maria auch bald zur Oma geworden. Sie war Ende des dritten Monats schwanger, hatte schon einen Mutterpass. Zuerst war sie geschockt, aber ich habe ihr versichert, dass ich für sie da bin“, so die 46-Jährige. Der Täter habe zwei Menschen umgebracht. „Das kann doch kein Mensch sein, der so etwas tut“, meint sie leise und fügt an: „Hoffentlich finden sie denjenigen bald.“

Den vollständigen Artikel
lesen Sie hier bei der „Ostsee-Zeitung.

Von Cornelia Meerkatz/OZ/RND