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Panorama Nahezu überall über 38 Grad: “Außergewöhnliche“ Hitzewelle rollt nächste Woche auf Deutschland zu
Nachrichten Panorama Nahezu überall über 38 Grad: “Außergewöhnliche“ Hitzewelle rollt nächste Woche auf Deutschland zu
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18:54 21.06.2019
Abkühlung angebracht: In Deutschland wird es ab kommender Woche überall über 38 Grad heiß. Nur an der Küste bleibt es etwas kühler. Die Badestrände in Norddeutschland, wie hier in Warnemünde an der Ostsee, sind schon jetzt gut besucht. Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp
Offenbach

Es wird heiß und heißer. Nächste Woche rollt eine Hitzewelle auf Deutschland zu, „die durchaus als extrem bezeichnet werden kann“, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag ankündigte. „Gefühlt“ wird es Mitte der Woche überall außer an der Küste über 38 Grad heiß - zusammen mit einer hohen UV-Belastung dürften Warnschwellen überschritten werden.

Es wird heiß – im ganzen Land

Verantwortlich ist ein ausgeprägtes Tief über dem westlichen Atlantik, das laut DWD ungewöhnlich weit südlich liegt. Auf der Ostseite dieses Tiefs strömt heiße Luft aus der Sahara über das westliche Mittelmeer nach Norden. Nach den kleineren Hitzewellen im Osten kommt dank dieser Wetterlage die erste bundesweite Hitzewelle auf Deutschland zu. In Bayern und NRW könnten sogar neue Hitzerekorde für den Juni aufgestellt werden.

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Zuvor kühlt es am Samstag sogar erstmal etwas ab. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 21 bis 15 Grad. Im Süden, wo es schwüler ist, können sich wieder kräftige Schauer und Gewitter bilden. „Die Hauptgefahr geht nicht mehr von Hagel und Sturmböen, sondern von heftigen Regengüssen aus“, teilte der DWD mit.

Ab Montag drohen erste Hitzewarnungen

Auch der Sonntag sei bei „gefühlten Temperaturen unter 30 Grad“ noch erträglich, sagte Prof. Andreas Matzarakis vom Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung in Freiburg. „In den folgenden Tagen baut sich die Hitze jedoch nach und nach von Westen her auf und erreicht gegen Mitte der Woche ihren voraussichtlichen Höhepunkt.“ Ab Montag könnte es die ersten Hitzewarnungen für den Südwesten Deutschlands geben. Mitte der Woche seien vermutlich große Teile des Bundesgebiets betroffen - mit Ausnahme der nördlichsten Landesteile.

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„Ob die 40-Grad-Marke und der deutschlandweite Allzeitrekord fallen werden, ist derzeit allerdings noch unsicher“, fügte der Meteorologe Christian Herold in Offenbach hinzu. „Nach den neuesten Modellen geht die heißeste Luft eher westlich an Deutschland vorbei.“ Die Hitzewelle aus dem Süden bringt reichlich Saharastaub nach Deutschland. Was nach noch mehr Hitze klingt, hat eher den gegenteiligen Effekt: Der Staub dämpft die Sonneneinstrahlung und vermehrt die Wolken.

Wie lange bleibt die Hitze?

„Ob nun 40 Grad oder nicht, richtig heiß mit über 35 Grad wird es auf alle Fälle“, sagte Herold. „Gefühlt“ könnte es Mittwoch und Donnerstag sogar über 38 Grad heiß werden, sagte Matzarakis. Dass eine „außergewöhnliche Hitzewelle“ kommt, halten die Meteorologen für sicher. Unsicher ist aber, wie lange sie anhält. Machen eine Kaltfront und heftige Gewitter der Sahara-Hitze ein Ende? Oder gibt es eine kurze Unterbrechung? Am Freitag war das noch unsicher.

„Nach aktuellem Stand könnte sich die Hitze aber im Süden bis ins letzte Juni-Wochenende hinein halten“, sagte Matzarakis. Empfindliche Menschen müssten sich vorsehen: Die Hochdrucklage und die hochstehende Sonne bescheren Deutschland auch Maximalwerte beim UV-Index - und damit eine zusätzliche Belastung.

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Von RND