Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Panorama Hollywood liegt ihr zu Füßen: Meryl Streep wird 70
Nachrichten Panorama Hollywood liegt ihr zu Füßen: Meryl Streep wird 70
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:18 21.06.2019
Drei Oscars hat sie schon: Meryl Streep wird 70. Quelle: Vianney Le Caer/Invision/AP/dpa
Los Angeles

„Sie verwandelt sich einfach“, schwärmte Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon kürzlich über Meryl Streep in der „Ellen DeGeneres“-Talkshow. Sie ist „unglaublich“, setzte DeGeneres drauf. Es ist „der Traum meines Lebens“ mit ihr drehen zu dürfen, begeisterte sich auch Laura Dern jüngst in der Sendung „Entertainment Tonight“. Es sind nur einige Beispiele, die belegen: Hollywood liegt Meryl Streep zu Füßen. Nur Donald Trump trampelt auf ihr herum. Sie sei eine der „überbewertetsten“ Schauspielerinnen, fand er.

Streep, die an diesem Samstag 70 Jahre alt wird, ist schon zu Lebzeiten eine Leinwand-Legende. Das liegt nicht nur an ihren 21 Oscar-Nominierungen, den drei bereits gewonnenen Oscars und den acht Golden-Globe-Trophäen. Skandalfrei und seit über 40 Jahren mit dem Bildhauer Don Gummer verheiratet, lebt sie in New York und im ländlichen Connecticut. Sie hat vier Kinder, ihre älteste Tochter Mamie (35) machte sie in diesem Frühjahr zur Großmutter. Wie kaum ein anderer Star schafft es Streep, ihr Privatleben aus dem Schlagzeilen und unter Verschluss zu halten.

Meryl Streep ist weit vom Ruhestand entfernt

Doch eines steht fest: Die Schauspielerin ist weit vom Ruhestand entfernt. Kurz vor ihrem 70. Geburtstag kommt sie in der zweiten Staffel der HBO-Serie „Big Little Lies“ an der Seite von Witherspoon, Dern und Nicole Kidman auf den Bildschirm. Sie spielt die Schwiegermutter von Kidmans Figur. Streep hat auch schon das Schwestern-Drama „Little Women“ unter der Regie von Greta Gerwig („Lady Bird“) abgedreht, das noch in diesem Jahr in die Kinos kommen soll. Zudem hat sie an der Seite von Gary Oldman und Antonio Banderas eine Hauptrolle in der Netflix-Produktion „The Laundromat“ um die Enthüllungen der sogenannten Panama Papers. Das Politdrama wird von Steven Soderbergh inszeniert.

Streep hat also durchaus Chancen, den vierfachen Oscar-Rekord von Katharine Hepburn als meist dekorierte Schauspielerin noch zu brechen. Bei den Nominierungen hat Streep mit 21 Nennungen schon lange die Nase vorn. Das ist in Hollywood der absolute Rekord, beinahe doppelt so erfolgreich wie Hepburn und Jack Nicholson mit je zwölf Nominierungen auf Rang zwei.

Drei Oscars für Meryl Streep

Der starke Auftritt in der Rolle der Power-Frau Katharine Graham brachte Streep 2018 ihre 21. Oscar-Nominierung ein. In Steven Spielbergs Politfilm „Die Verlegerin“ spielt sie die frühere Herausgeberin der „Washington Post“. Drei Mal hat Streep den Oscar gewonnen: als Nebendarstellerin für „Kramer gegen Kramer“ (1980), als Hauptdarstellerin für „Sophies Entscheidung“ (1983) sowie als Margaret Thatcher in „Die Eiserne Lady“ (2012).

Streep ist eine echte Verwandlungskünstlerin. Selbstzerstörerisch und mit Mut zur Hässlichkeit spielte sie die tablettensüchtige Matriarchin in dem Familiendrama „Im August in Osage County“. Als gnadenlos unbegabte Opernsängerin schlug sie in „Florence Foster Jenkins“ schräge Töne an. Dass sie tatsächlich mitreißend singen kann, demonstrierte Streep in der Musicalverfilmung „Mamma Mia!“ mit Abba-Klassikern.

Einer ihrer größten Erfolge ist „Jenseits von Afrika

Ihr Handwerk lernte Streep früh. Nach einem Drama-Studium am Vassar College, einer der Eliteschulen der USA, legte sie ihren Master of Fine Arts an der berühmten Yale Universität ab. Gleich ihre erste größere Rolle in dem Vietnam-Drama „Die durch die Hölle gehen“ (1978) an der Seite von Robert De Niro brachte ihr eine Oscar-Nominierung. „Jenseits von Afrika“ (1985), einer von Streeps und Robert Redfords größten Erfolgen, holte sieben Oscars.

Bei allem Erfolg hat Streep Bodenständigkeit und kämpferische Offenheit bewahrt. 2014 verlieh ihr der damalige US-Präsident Barack Obama die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung der USA. 2017 gab sich die Feministin auf der Golden-Globe-Bühne mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für Toleranz und Pressefreiheit ungewohnt kämpferisch. Kurz vor der Vereidigung von Trump als Präsident der USA übte sie beißende Kritik.

„Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle“, warnte die bekennende Demokratin. Wer Gewalt und Respektlosigkeit vorlebe, stifte die Menschen nur zu noch mehr solchem Verhalten an. Fast sechs Minuten lang redete Streep, einigen Gästen standen Tränen in den Augen. Trump ließ das nicht lange auf sich sitzen. Streep sei eine der „überbewertetsten“ Schauspielerinnen, twitterte er los. Freunde machte er sich in Hollywood damit bestimmt nicht.

Von RND / dpa / Barbara Munker

23-Jähriger überfuhr durchgezogene Linien und Abbiegespuren: Polizei stoppt Raser nach Verfolgungsfahrt in München.

21.06.2019

Am Wochenende ist die letzte Chance zum Durchschnaufen. Denn aus der Sahara kommen extreme Temperaturen nach Deutschland. Erstmals ist das ganze Land betroffen. Sogar die 40-Grad-Marke könnte fallen.

21.06.2019

Richtig viel Glück hatte Dschungelkönigin Jenny Frankhauser mit Männern zuletzt nicht. Nun präsentiert die Schwester von Daniela Katzenberger ihren neuen Freund auf Instagram.

21.06.2019